Polizei kann 35 von 43 Taten aufklären

Mehr Raubüberfälle im Kreis Gifhorn

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Die Polizeiinspektion Gifhorn mit Thomas Reuter (v.l.), Christin Bartels, Martin Hesse und Thomas Bodendiek kann stolz auf ihre Aufklärungsquote sein.

Landkreis Gifhorn – Nach leichten Rückgängen von 2015 bis 2017 stiegen die Fallzahlen im vergangenen Jahr bei Raubdelikten im Landkreis Gifhorn erneut an. Die Anzahl der Fälle erhöhte sich um 12 auf 43 Fälle. 35 Fälle (81,40 Prozent) konnten aufgeklärt werden.

Der größte Anstieg wurde im Bereich des räuberischen Diebstahls mit 13 Taten verzeichnet, meistens waren Geschäfte betroffen. Der Anteil der Raubdelikte an den Gesamtstraftaten beträgt lediglich 0,62 Prozent.

Besser sieht es bei den Eigentumsdelikten aus. Im Kreis sind die Diebstahlsdelikte insgesamt auf dem niedrigsten Stand der vergangenen Jahre. Dabei wurden 788 Fälle aufgeklärt.

Die Fallzahl der schweren Diebstähle sank im Vergleich zum Vorjahr um 132 auf 886 Fälle. Die Delikte werden kaum noch von örtlichen Tätern begangen, vielmehr handelt es sich um erschwert aufklärbare Bandendelikte, wurde bei der Pressekonferenz zur Kriminalstatistik für 2019 in der Polizeiinspektion Gifhorn deutlich. Dies erschwere zunehmend die Aufklärung. Trotz sinkender Fallzahlen ist hier ein erhöhter Arbeitsaufwand durch Bildung von Ermittlungsgruppen zu verzeichnen. Die Anzahl der schweren Diebstähle in/aus Dienst-/Büro-Werkstatt-/Lagerräumen inklusive schwerer Diebstähle in/aus Gaststätten/Kantinen/Hotels/Pensionen stieg um 39 auf 139 Fälle. In den überwiegenden Fällen – etwa 100 – waren jedoch Lager und Abstellräume gewerblicher sowie privater Objekte betroffen.

Wohnungseinbruchdiebstähle sind in der Gruppe des besonders schweren Diebstahls in der Gesamtbetrachtung enthalten und werden gesondert betrachtet. Sie gehören zu den Delikten, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sehr stark beeinträchtigen. Die Verletzung der Privatsphäre, einhergehend mit dem Verlust des individuellen Sicherheitsgefühls und die damit verbundene psychische Belastung, machen den Betroffenen neben dem materiellen Schaden zu schaffen. Aus diesem Grunde gehört die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs landesweit zu den Schwerpunkten und Kernaufgaben der Polizei. Das „Rahmenkonzept zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls“ der Polizeidirektion Braunschweig wurde auch 2019 weiter fortgesetzt.

Der Rückgang der Fallzahlen wirkte sich gleichmäßig auf alle Samtgemeinden aus. Brennpunkte waren die Stadt Gifhorn mit 47, die Samtgemeinde Isenbüttel mit 31 und die Samtgemeinde Papenteich mit 27 Taten. Bei Ermittlungen konnten insgesamt 50 Tatverdächtige ermittelt werden, von denen 31 deutscher Nationalität, 19 nicht deutscher Nationalität waren. 29 waren im Kreis Gifhorn wohnhaft.

Nach einem kurzzeitigen Anstieg der Fallzahlen in 2015 und 2016 (Serie von Diebstählen hochwertiger VW-Transporter) ging die Anzahl der Kraftfahrzeugdiebstähle wieder auf das durchschnittliche Maß der Jahre zuvor zurück.

Die Anzahl der Fahrraddiebstähle im Landkreis ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Die Aufklärungsquote bewegt sich mit 16,71 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.

VON SIEGFRIED GLASOW

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