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Mehr Praxis für Ersthelfer

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Dirk Dietz, Ersthelfer-Ausbilder beim DRK-Kreisverband Gifhorn.
Dirk Dietz, Ersthelfer-Ausbilder beim DRK-Kreisverband Gifhorn.

Landkreis Gifhorn. Die Erste-Hilfe-Ausbildung wird neu ausgerichtet. Das betrifft ab 1. April zum einen junge Menschen, die einen Führerschein erwerben wollen, zum anderen aber auch die gesetzlich vorgeschriebenen Ersthelfer in Betrieben.

Die Ausbildung wird gestrafft, es wird mehr auf praktische Übungen denn auf Theorie gesetzt.

Ein Grund des Wandels: finanzielle Aspekte. Bisher bekamen Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Ersthelfer in Betrieben ausbildeten, 33 Euro pro Teilnehmer für 16 Stunden Schulung. Das war am Ende auch für das DRK ein Zuschuss-Geschäft. Verhandlungen mit den Berufsgenossenschaften, die die Ersthelfer-Ausbildung für die Betriebe zahlen, hatten erst einmal zu keinem Ergebnis geführt. „Wir hätten 60 Euro pro Teilnehmer und Kurs haben müssen“, berichtet Dirk Dietz, Ausbilder beim DRK-Kreisverband Gifhorn. Das war den Berufsgenossenschaften zu viel. Kompromiss: 28 Euro pro Teilnehmer für neun Stunden Schulung. „Insofern mussten wir die Inhalte entschlacken und auf eine andere Methode setzen“, sagt Dietz.

Der DRK-Kreisverband Gifhorn beispielsweise favorisiere bei seinen Erste-Hilfe-Kursen für angehende Fahrschüler und Mitarbeiter in Betrieben das Prinzip „Learning by doing“. „Die Kursteilnehmer erarbeiten sich unter der Moderation und Unterstützung unserer Ausbilder das meiste Ersthelfer-Wissen selbst“, erklärt Dietz. Frontalunterricht sei gestern gewesen, besser gesagt bis zum 1. April. Die leise Hoffnung, die auch von Dietz gehegt wird: „Durch Straffung und Umstellung der Lehrmethode bleibt vielleicht mehr Wissen länger bei den Teilnehmern hängen.“ [...]

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