4,7 Millionen-Euro-Etat: Landkreis muss erneut bei Erziehungshilfen drauflegen

Mehr Kinder in Heimen

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(Symbolfoto)

Landkreis Gifhorn. Immer weniger Kinder unter 18 Jahren, für die aber immer mehr Mittel zur Hilfen zur Erziehung bereitgestellt werden müssen – vor dieser Problematik steht aktuell der Landkreis Gifhorn.

Für das kommende Jahr müssen für die Erziehung von Kindern und Jugendlichen außerhalb der Familie fast 4,7 Millionen Euro im Kreishaushalt bereitgestellt werden. Der größte Posten ist dabei die Heimunterbringung.

Martina Hartwig

Der Ansatz für 2015 ist noch einmal um 300 000 Euro erhöht worden. Eigentlich waren 4,4 Millionen Euro vorgesehen. Und schon dieser Ansatz lag 600 0 00 Euro über dem des Vorjahres. Insofern sind die Kosten für Heimerziehung und die Erziehung in sonstigen betreuten Wohnformen um fast eine Million Euro gestiegen. Die Haushaltszahlen legte die Verwaltung gestern im Ausschuss für Jugendhilfe vor. „Die Hilfen zur Erziehung ziehen sich durch alle gesellschaftlichen Schichten. Alle Einkommensgruppen sind betroffen“, sagte Martina Hartwig, Leiterin des Fachbereichs Jugend, bei der Sitzung des Gremiums in Leiferde.

Immer mehr Kinder müssen auf Anordnung der Kreisverwaltung außerhalb ihrer Familie untergebracht werden. Im Februar 2013 wurden 86 Kinder in der Heimerziehung betreut. In diesem Jahr waren es bereits 98 Kinder, schreibt die Verwaltung in der entsprechenden Vorlage. Und die Kosten für einen Unterbringungsplatz sind hoch. Die Kreisverwaltung geht von über 4000 Euro pro Kind und Monat aus.

Von Jens Schopp

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