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Mehr Geld für Kreisstraßen

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Landkreis Gifhorn. Rund 1,6 Millionen Euro sind im Entwurf des Haushaltes 2013 für Baumaßnahmen an Kreisstraßen vorgesehen. Doch dieser Betrag ist dem Verkehrsausschuss des Landkreises nicht genug.

Einstimmig sprach er sich jetzt dafür aus, in den Kreis-Etat weitere 1,5 Millionen Euro für die Sanierung von Kreisstraßen und für den Radwege-Bau einzustellen. Damit folgte der Ausschuss zwei getrennten Anträgen von SPD/Grüne/Piraten/Linke und der Gruppe FDP/Unabhängige.

Der Landkreis möge ein Infrastrukturprogramm auflegen, forderte Ottmar Bartels (SPD). „2013 sollten vorrangig die K 7 im Bereich der Ortsdurchfahrt von Oerrel und die K 33/2 zwischen Eischott und Hoitlingen saniert und neue Radwege gebaut werden“, beantragte Bartels. Für 2014 bis 2016 wünscht sich der SPD-Politiker jährlich 1,5 Millionen Euro für die Sanierung kreiseigener Gebäude – mit dem Ziel, dadurch die Energiekosten zu senken.

Nach Ansicht von Friedrich Lührs (FDP) gibt es „teilweise erheblichen Nachholbedarf bei der Deckenerneuerung“ auf den Kreisstraßen. Auch er kritisierte den entsprechenden Ansatz im Kreis-Etat 2013 in Höhe von 472 600 Euro. „Das ist entschieden zu wenig“, meinte Lührs. In anderen Landkreisen stünden dafür mehr als zwei Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.

Wie es um den Zustand der Kreisstraßen bestellt ist, erläuterte Alexander Wollny, Fachbereichsleiter in der Kreisverwaltung. Nur 20 Prozent der betreffenden Straßen – eine Gesamtlänge von 83,4 Kilometern – seien ohne Schäden. Weitere 71 Prozent (302,6 Kilometer) wiesen geringe oder mittlere Schäden auf, 9 Prozent (37 Kilometer) hätten große oder sehr große Schäden. Besonders schlecht ist der Zustand der Kreisstraßen 9 und 87 bei Langwedel.

Eine rechtzeitige Sanierung von Straßen forderte deshalb Rüdiger Elgner (CDU). „Wenn dort nichts gemacht wird, reicht nach einem harten Winter eine bloße Oberflächensanierung nicht mehr. Dann wird es für uns richtig teuer“, sagte er.

Von Bernd Schossadowski

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