ZGB und Allianz für die Region arbeiten an Verbesserungen für Radfahrer

Masterplan für Radtouristen

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Mit einem Masterplan Radtourismus für die Region soll auch eine Übersicht über das vorhandene Radwegenetz geschaffen werden. Ziel ist eine bessere Koordination beim Neu- und Ausbau von Radwegen.

Landkreis Gifhorn. Für Jörg Burmeister ist es ein Schritt in die richtige Richtung und „ganz wichtig für die Region“.

Was der Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung im Gifhorner Kreishaus meint, ist die Initiative des Zweckverbands Großraum Braunschweig (ZGB) und der Allianz für die Region GmbH in Kooperation mit dem ADFC Braunschweig, einen Masterplan Radtourismus für die Region zu erstellen – und damit auch für den Landkreis Gifhorn. Das Konzept soll bis Ende des Jahres vorliegen und neben der Analyse vorhandener Potenziale sowie einer Trendstudie auch Ideen für neue Angebote und Marketingmaßnahmen enthalten.

Aber Burmeister sieht die Erstellung eines Masterplans noch weitgehender: „Wir müssen den Masterplan auch für das Verkehrsmittel Rad konzipieren.“ Burmeister saß Anfang der Woche in Braunschweig mit am Tisch, als das Projekt besprochen wurde. Viele würden gerne mit dem Rad zur Arbeit fahren, scheuten aber davor zurück, weil beispielsweise an den Kreis- und Stadtgrenzen Radwege endeten. Das sei auch zwischen Calberlah und Wolfsburg der Fall. „Auf dem Gebiet des Landkreises Gifhorn fehlt noch ein Stück, ebenso auf dem Gebiet der Stadt Wolfsburg“, erklärt Burmeister. Mit einem Durchbau bekäme man möglicherweise mehr Pendler vom Auto aufs Rad, was die Verkehrssituation in Wolfsburg entspannen helfen könnte.

Für Marlis Duda, Geschäftsführerin der Tourismus Südheide, wäre bei einem Masterplan Radwege wichtig, dass klar dokumentiert wird, wer für welchen Radwegeabschnitt zuständig ist. Wer einen Radweg baut und anschließend dann auch unterhalten muss, hängt davon ab, ob es eine Bundes-, Landes-, Kreis- oder Gemeindestraße ist. „Wer aufgrund eines schlechten Radweges eine Panne hat, meldet sich zuerst bei uns“, sagt sie. Die Tourismus Südheide müsse zunächst einmal herausfinden, wer für den entsprechenden Abschnitt eigentlich zuständig sei.

Auch könne der Masterplan aufzeigen, welche Bedarfe beim Radwegeneu und -ausbau noch vorhanden seien, sagt Burmeister. „So kann dann eine bessere Koordination unter den Städten und Kreisen hergestellt werden“, so Burmeister. Für den Tourismus in der Südheide sei es auf alle Fälle wichtig, wenn es eine große Radwegekarte für die gesamte Region gebe.

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