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„Marktposition weiter ausgebaut“

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Freuen sich über die positive Bilanz der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg (von links): Vorstandschef Gerhard Döpkens und die Sparkassendirektoren Bernd Ahlbrecht und Klaus Lüdiger. Foto: Schossadowski

Landkreis Gifhorn. Die Bilanz des Geschäftsjahres 2011 ist zwar in einer leuchtend roten Mappe zusammengefasst, doch diese Warnfarbe täuscht. Denn bei der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg stehen die Signale vielmehr auf Grün. „Für uns war es ein erfolgreiches Jahr 2011.

Wir haben unsere führende Marktposition weiter ausgebaut“, sagte Vorstandsvorsitzender Gerhard Döpkens, als er gestern die Geschäftsentwicklung im zurückliegenden Jahr vorstellte. Die wichtigsten Zahlen im Überblick:.

• Kundeneinlagen: Der Zuwachs in diesem Geschäftsfeld beträgt 8,2 Prozent auf nunmehr 2,13 Milliarden Euro. „Das ist bemerkenswert“, sagte Döpkens. Die Krise an den Finanzmärkten wirkt sich dabei auf das Verhalten der Kunden aus: Es gibt einen klaren Trend zu kurzfristigen Sparanlagen, die eine sichere, wenn auch niedrige Verzinsung und stetige Verfügbarkeit der Einlagen garantieren. Trotzdem hat sich das Volumen des Wertpapiergeschäfts nicht verringert. Vor allem Aktien sind laut Döpkens nach wie vor sehr beliebt.

• Betreutes Kundenvermögen: Hier gab es einen Anstieg um 4,3 Prozent auf insgesamt 2,8 Milliarden Euro. „Bei der Einlagenentwicklung und im Wertpapiergeschäft sind wir trotz des intensiven Wettbewerbs erfolgreich unterwegs“, zog Döpkens eine zufriedene Bilanz. Ganz wichtig sei die persönliche, qualitativ hochwertige Kundenbetreuung.

• Bilanzsumme: In diesem Bereich ist die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gewachsen. Die Bilanzsumme beträgt 2,77 Milliarden Euro – ein Plus von 6,4 Prozent.

Die gute wirtschaftliche Lage des Instituts schlägt sich auch in den Gewerbesteuer-Zahlungen nieder. Rund 3,6 Millionen Euro wird die Sparkasse für das Jahr 2011 an den Fiskus überwiesen – etwa eine Million Euro mehr als 2010, berichtete Döpkens. „Wir wirken damit für den Standort.“

• Kreditgeschäft: Hier machte die Sparkasse 2011 einen deutlichen Sprung nach vorn. Das niedrige Zinsniveau hat dazu geführt, dass viele Unternehmen und Privatpersonen Darlehen für Investitionen aufnahmen. Dabei gibt es im Privatkreditgeschäft nach Angaben von Sparkassendirektor Bernd Ahlbrecht drei große Investitionsbereiche: den Bau von Wohnhäusern, den Kauf von Gebraucht-Immobilien und die energetische Sanierung von Objekten. Die gute konjunkturelle Lage habe auch dazu geführt, dass das Volumen der Firmenkredite gestiegen sei. Insgesamt erhöhte sich der Kreditbestand der Sparkasse um 6,3 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro.

• Bauspargeschäft: Mit neu abgeschlossenen Verträgen in Höhe von 102 Millionen Euro gab es in diesem Bereich eine erfolgreiche Entwicklung, berichtete Sparkassendirektor Klaus Lüdiger. „Die eigenen vier Wände reizen den Kunden weiter ungemein, Bausparen bleibt daher interessant“, sagte er.

• Mitarbeiterzahl: Ende 2011 zählte die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg 819 Beschäftigte, darunter 102 Auszubildende. „Eine solche Zahl hatten wir noch nie“, freute sich Döpkens. Mit fast 19 Prozent lag die Ausbildungsquote weit über dem Bundesdurchschnitt. In diesem Jahr werden 35 Auszubildende ihre berufliche Laufbahn bei der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg beginnen.

• Ausblick: Der Sparkassen-Vorstand ist optimistisch, dass auch 2012 ein erfolgreiches Jahr für das Institut wird. „Ich bin überzeugt, dass die standortspezifischen Rahmenbedingungen positiv bleiben. Wir sind auf einem guten Weg“, bekräftigte Döpkens. Auch bei den baulichen Investitionen hat die Sparkasse einiges vor. Im Verlauf dieses Jahres wird die Filiale in Hankensbüttel umfassend modernisiert. „Das ist ein klares Bekenntnis zu diesem Standort. Dort sind wir erfolgreich unterwegs“, erklärte Döpkens. Zudem soll die Sparkassen-Filiale im Gifhorner Ortsteil Gamsen 2012 vollständig neu gebaut werden.

Von Bernd Schossadowski

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