„Man verlernt das nicht so schnell“

Gifhorn: Die Feuerwehren im Kreisgebiet fahren den Dienstbetrieb individuell hoch

Feuerwehreinsatz Anfang Mai in Darrigsdorf: Die Wehren im Nordkreis haben auch während des Corona-Lockdowns ihre Schlagkraft bewiesen. archivFoto: klüting
+
Feuerwehreinsatz Anfang Mai in Darrigsdorf: Die Wehren im Nordkreis haben auch während des Corona-Lockdowns ihre Schlagkraft bewiesen. archivFoto: klüting

Landkreis Gifhorn – Mundschutz in den Fahrzeugen, Desinfektion und Händewaschen, genug Abstand zum Kameraden: Unter Einhaltung von Infektionsschutz-Regeln können die Feuerwehren in Niedersachsen und damit auch im Landkreis Gifhorn seit drei Wochen den Dienstbetrieb wieder hochfahren.

Sie können, sie müssen nicht – das betont auch Kreisbrandmeister Thomas Krok. Doch vielerorts laufe der Dienst nun nach und nach wieder an. .

Thomas Krok, Kreisbrandmeister

Grundlage sind Erlasse des niedersächsischen Innenministeriums. Diese lassen wieder Ausbildungsbetrieb zu. Persönliche und dienstliche Kontakte sollen aber auf das Nötigste reduziert bleiben. Auch notwendige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Fahrzeugen sollen unter Minimierung von Personenkontakten vorgenommen werden. Jahreshauptversammlungen, sofern sie bisher nicht stattgefunden haben, sind weiterhin kein Thema. Welche Dienste in welcher Gruppengröße machbar sind, darüber entscheiden in der Regel die Platzverhältnisse einer Ortswehr, weiß Krok. Die Verantwortlichen in den Wehren seien informiert. Zeitdruck wird nirgends aufgebaut, in den Regelbetrieb soll es schrittweise und an die örtlichen Voraussetzungen angepasst gehen.

Einsätze sind und waren freilich nicht in Frage gestellt und wurden ja während des Corona-Lockdowns auch gefahren, auch im Nordkreis. Dass gut acht Wochen lang nicht geübt werden konnte, sieht Krok nicht als großes Problem an, die Feuerwehren im Landkreis seien schlagkräftig aufgestellt: „Man verlernt das nicht so schnell.“ Einen Nachteil sehe er nur für jene Kameraden, die gerade erst zu einer Feuerwehr gestoßen sind und ihre Ausbildung erst begonnen haben. Für sie sei die Situation natürlich unbefriedigend.

VON HOLGER BODEN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare