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LSW erhöht zum 1. Januar die Preise für Strom und Gas

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Von: Holger Boden

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Die Geschäftsführung der LSW - Jürgen Hüller (v.l.), Sybille Schönbach und Dr. Frank Kästner - steht im Nordkopf-Tower vor einer Wand mit Bildern.
Die Geschäftsführung der LSW: Jürgen Hüller (v.l.), Sybille Schönbach und Dr. Frank Kästner. © Boden, Holger

Wolfsburg – Die LSW hat am Freitag eine Preiserhöhung für Strom und Erdgas zum 1. Januar 2023 angekündigt. Das betrifft Kunden in der Grundversorgung ebenso wie jene, die einen Vertrag über ein Sonderprodukt abgeschlossen haben. Der regionale Energieversorger reagiert damit nach eigenen Angaben auf „die dynamischen Entwicklungen am Energiemarkt“ – also auf gestiegene Beschaffungskosten.

Geschäftsführer Jürgen Hüller betonte beim Pressegespräch im Wolfsburger Nordkopf-Tower: „Wir bedienen uns nicht bei den Kunden.“ Im Vergleich mit anderen Versorgern aus dem regionalen Umfeld rangiere man mit den erhöhten Strompreisen immer noch „an der Unterkante“, beim Erdgas „im Mittelfeld“.

Hüller führte das auf die Beschaffungsstrategie zurück: Die LSW habe – soweit das Marktumfeld der letzten Monate das zuließ – vergleichsweise „günstig eingekauft“. Man profitiere noch von Preisen, die vor dem Peak im Sommer 2022 im Großhandel aufgerufen wurden.

Die LSW erhöht den Strompreis in der Grundversorgung („Kompaktstrom“) um 7,14 Cent pro Kilowattstunde auf 33,10 Cent – ein Anstieg des Arbeitspreises um etwa 25 Prozent. Für einen Haushalt mit einem angenommenen Verbrauch von 3500 kWh pro Monat sind das monatliche Mehrkosten von 21 Euro. Wer vor März 2022 einen Vertrag über „Individualstrom“ abgeschlossen hat, zahlt ebenfalls 7,14 Cent mehr (künftig 29,50 Cent). Für Kunden, die seit März Individualstrom geliefert bekommen, steigt der Kilowattpreis um 7,74 Cent auf 40,28 Cent.

Erdgas für Kunden von LSW/GLG wird in der Grundversorgung („Kompaktgas“) wie auch bei den Sonderprodukten („Komfortgas“, Abschluss vor März 2022) um 2,94 Cent pro kWh teurer und kostet künftig 12,83 beziehungsweise 9,39 Cent. Bei 25 000 kWh Jahresverbrauch schlägt das nach Angaben des Versorgers mit 61 Euro Mehrkosten zu Buche – eine Preiserhöhung um rund 28 Prozent in der Grundversorgung und um 43 Prozent beim Komfortgas. Wer im März oder später Komfortgas-Kunde geworden ist, zahlt ab 1. Januar 3,47 Cent/kWh mehr und landet bei 14,43 Cent, die LSW beziffert die monatliche Zusatzbelastung bei 25 000 kWh auf 72 Euro (+ 30 Prozent).

Während die Arbeitspreise steigen, hält die LSW die monatlichen Grundpreise stabil. Alle Kunden bekommen das neue Preismodell auch schriftlich mit der Post.

Die betroffenen Haushalte können sich ein Stück weit damit trösten, dass der Staat mit der für Ende des Jahres geplanten Soforthilfe die Folgen der Energiekrise ein wenig abmildert. Das „Erdgas-Wärme-Soforthilfe-Gesetz“ sorgt dafür, dass der Dezember-Abschlag für Gas und Wärme (im Falle der LSW ist Letzteres die Fernwärme für Wolfsburger Kunden) nicht bezahlt werden muss. Wie das funktioniert, erläuterte die Geschäftsführung der LSW ebenfalls.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Samstagsausgabe des Isenhagener Kreisblatts.

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