Lotta Straube und Franziska Schucht bei Regionalfinale von Jugend debattiert erfolgreich

Zwei Mal Platz 2 für Gymnasium

Lotta Straube (2. von links) vom Hankensbütteler Gymnasium plädierte mit ihrem Partner Tammo Schwier vom Gifhorner Humboldt-Gymnasium für eine Pkw-Maut in Deutschland.
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Lotta Straube (2. von links) vom Hankensbütteler Gymnasium plädierte mit ihrem Partner Tammo Schwier vom Gifhorner Humboldt-Gymnasium für eine Pkw-Maut in Deutschland.

Gifhorn. Gestern fiel im Humboldt-Gymnasium in Gifhorn die Entscheidung, welche vier Schüler den Landkreis Gifhorn bei Jugend debattiert beim Landesentscheid in Hannover am 18.

März vertreten – und das Gymnasium Hankensbüttel ist mit Lotta Straube und Franziska Schucht gleich zweimal vertreten.

Beide Schülerinnen belegten in ihren Debattierrunden jeweils den zweiten Platz. Die Freude über diesen Erfolg war groß. Vor zehn Tagen haben die Schülerinnen erfahren, über welches Thema die Debatte gehen sollte. Für Franziska aus der neunten Klasse ging es um das Thema „Sollen Eltern zur Teilnahme an Elternabenden in der Schule verpflichtet werden?“

Zusammen mit Henriette Höfermann vom Humboldt Gymnasium (HG) bildete Franziska die Kontra-Seite. Ihnen gegenüber standen Fabian Gillich vom Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) und Bjarne Plate aus Meinersen. „Man kann doch die Eltern nicht an den Haaren zur Schule ziehen. Entweder interessieren sich die Eltern für das Kind oder nicht“, lautete ein Argument von Franziska. „Die Eltern können doch bei Schichtarbeit nicht extra Urlaub nehmen.“ Die Gegenseite plädierte vehement, dass es eine Verpflichtung gegenüber den Kindern gebe, sich mit den Lehrern aussprechen.

Lotta Straube und Franziska Schucht hatten in Gifhorn starken Rückhalt: Für Lotta gaben Charlotte, Simon und Niklas seelische Unterstützung. Für Franziska drückten Daniela, Hagen und Freya die Daumen.

Das Thema für Lotta aus der zehnten Klasse war „Soll in Deutschland eine Pkw-Maut eingeführt werden“? Lotta musste sich zusammen mit Tammo Schwier (HG) dafür aussprechen. Ihre Kontrapartner waren Jorunn Wierleuker vom Sibylla-Merian-Gymnasium Meinersen und Leon Heitmann vom OHG. „Wir müssen eine Vignette einführen. Die Ausländer tanken hier kaum, sodass das Geld über den Benzinpreis hereinkommt. Die Maut soll direkt in den Straßenbau fließen“, sagte Lotta. Ihr Partner Tammo ergänzte: „Wir müssen im Ausland auch auf den Autobahnen bereits bezahlen. Für Lkw haben wir bereits die Maut.“ Die Gegenseite mit Jorunn und Leon plädierte: „In einen freien Europa ohne Grenzkontrollen soll es auch frei Fahrte ohne einen Stopp an den Mautstellen geben. Maut ist die falsche Adresse dafür.“

Die Debatten dauerten jeweils zwölf Minuten. Dann gab es für zwei Minuten ein Fazit. Die einzelnen Schüler konnten bei ihrer Meinung bleiben oder – wenn die anderen sie von der Gegenseite überzeugt hatten – auch die Einstellung wechseln.

Die Auswertung übernahm je ein Lehrer der vier beteiligten Schulen direkt nach dem jeweiligen Thema. „Die Ergebnisse waren knapp, die Debatten waren wirklich gut vorbereitet. Ich bin sehr zufrieden“, berichtete Torsten Mewes, der die Leitung innehatte. Die Gymnasien sendeten ihre Besten zum Kreisentscheid.

Bei Jugend debattiert sollen die kommunikativen Fähigkeiten der Schüler gestärkt und die politische Urteilsbildung verbessert werden. Sie bilden sich eine Meinung durch das Auseinandersetzen mit aktuellen Streitfragen. Das soll mehr Sicherheit im Auftreten bei Prüfungen und Bewerbungen geben. Durch den Wettbewerb werden die Schulen vernetzt – bundesweit und sogar in das europäische Ausland.

Von Bernd Behrens

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