Beim Tag der Selbsthilfe in Gifhorn wird über mentales Training und positive Grundeinstellung informiert

„Los geht’s“ statt „aufschieben“

Auch die Gruppe „Die neue Basis“ war mit einem Stand vertreten.
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Auch die Gruppe „Die neue Basis“ war mit einem Stand vertreten.

ard Gifhorn. Einen Überblick über die Selbsthilfegruppen im Landkreis gab es nun vor und im Mehrgenerationenhaus Omnibus im Georgshof. Dabei ging es nicht nur über die Arbeit der Gruppen, sondern auch über mentales Training und Gesundheit.

Die rund ein Dutzend Aussteller vor dem MGH hielten dazu Informationsmaterial bereit, in den Räumen des MGH gab es zudem eine Lesung von Poetry Slam-Gewinnerin Monika Mertens mit selbst geschriebenen Texten sowie Fachvorträge.

„Selbsthilfe bedeutet Eigenverantwortung zu übernehmen und selbst aktiv zu werden“, erklärte Rebecca Pohlmann, die die Kontaktstelle der Arbeiterwohlfahrt leitet und die den Tag mit den regionalen Selbsthilfegruppen und der Selbsthilfekontaktstelle des AWO Kreisverbandes organisiert und gestaltet hatte. „Die Entscheidung, Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe aufzunehmen, kann ein erster wichtiger Schritt aus der eigenen Isolation sein.“

Daher lautete das Motto des fünften Gifhorner Tages der Selbsthilfe nicht „Aufschieben“, sondern „Los geht’s!“. Wo Hilfesuchende die richtige Gruppe für ihre Probleme finden, um auf direktem Weg Hilfe finden, war hier vor Ort zu erfahren. Anwesend waren unter anderem die Angehörigengruppe Al Anon, der Diabetiker-Treff, die Gruppe Wachkoma, „Die neue Basis“ oder die ADHS-Selbsthilfegruppe Sassenburg.

Wie man seine mentalen Stärken nutzen und erkennen kann, konnten Zuhörer beim Impulsvortrag und dem anschließenden Kurzworkshop von Mentaltrainerin Anne Janssen aus Aurich erfahren und gleich ausprobieren. „Gewonnen und verloren wird im Kopf“ hieß ihr Vortrag, in dem sie den Automobilbauer Henry Ford als Beispiel nahm. Ihr Tipp: „Sehen Sie immer zuerst das Positive, klagen Sie nicht, weil nicht alles nur toll ist. Und dann ziehen Sie die Laufschuhe an.“

Arzt Thomas Feit aus Hannover referierte zudem über Darmgesundheit und Immunsystem. Das wurde gleich durch den ständigen Nieselregen gefordert, ohne den der Zuspruch an diesem Tag wohl größer gewesen wäre. Dafür blieb Zeit für die Aussteller, um Erfahrungen auszutauschen und sich über Fragen zum Verein oder weitere Angebote zu unterhalten.

Wer eine Selbsthilfegruppe sucht oder selber eine aufbauen möchte, kann sich per E-Mail unter selbsthilfekontaktstelle@awo-gf.de oder telefonisch (05371 5947825) informieren.

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