135 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Gifhorn sind seit gestern in Meppen im Einsatz

Löschhilfe beim Moorbrand

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Unter den 135 Einsatzkräften aus dem Landkreis Gifhorn ist auch eine Gruppe aus der Samtgemeinde Brome.

Landkreis Gifhorn/Meppen. Am Samstagabend kam der Voralarm: Noch in der Nacht ging es für 135 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Gifhorn mit 35 Fahrzeugen Richtung Meppen. Denn beim Löschen des Moorbrandes brauchten die Einsatzkräfte im Emsland Verstärkung.

Bis heute Abend soll der Einsatz der hiesigen Wehren andauern.

Seit fast drei Wochen brennt das Moor bei Meppen bereits. „Und es wird auch noch länger weiterbrennen“, ist sich der Hankensbütteler Gemeindebrandmeister Frank Imort sicher. Zusammen mit 27 Feuerwehrleuten aus der Samtgemeinde Hankensbüttel unterstützt er die Löscharbeiten. „Das Moor kann nämlich niemand betreten. Dort liegt einiges an Munition und Blindgängern herum.“

Thomas Krok

Trotz des heftigen Regens gestern musste weiterhin gelöscht werden. Der Brand kann sich auch unter der Oberfläche ausbreiten. „Wir warten auf den Einsatzbefehl, der könnte minütlich kommen“, erklärt Imort. Vormittags hatten er und seine Kameraden nach weiteren Brandherden gesucht. „Nun wird unsere Aufgabe hauptsächlich in der Wasserförderung bestehen“, führt der Gemeindebrandmeister aus. „Denn die Randbereiche des Moors müssen geschützt werden.“

Untergebracht sollen die Einsatzkräfte aus dem Landkreis Gifhorn in einer Berufsschule werden. „Wie das genau klappt, wird sich je nach Einsatzlage ergeben“, sagt Imort. „Ich glaube nicht, dass wir alle auf einmal schlafen werden, sondern uns vermutlich abwechseln, während die jeweils anderen löschen.“

Eine Herausforderung für die Kreisfeuerwehrführung sei die kurze Reaktionszeit gewesen, wie diese mitteilte. Um 18 Uhr erhielt sie eine entsprechende Anforderung, 90 Minuten später wurden die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. „Es ist für uns selbstverständlich, dass wir schnellstmöglich prüfen, ob wir dem Hilfeersuchen des Landkreises Emsland nachkommen können“, so Kreisbrandmeister Thomas Krok. „Die Einschätzung in meinem Führungsteam ist, dass wir in der aktuellen Lage die betreffenden Einsatzkräfte und Fahrzeuge aus unserem Landkreis entbehren können.“ Krok zeigte sich stolz über die schnelle Einsatzbereitschaft: „Es ist toll, zu wissen, dass wir uns auf unsere Einsatzkräfte zu jeder Zeit verlassen können!“

Von Dennis Klüting

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