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Locker vom Hocker: Straßenmusikfestival in Gifhorn

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Von: Burkhard Ohse

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Volker Schlag spielte in Gifhorn vor seinem Auftritt mit den Hounddogs kurzerhand als Solist auf der Straße.
Volker Schlag spielte in Gifhorn vor seinem Auftritt mit den Hounddogs kurzerhand als Solist auf der Straße. © Ohse, Burkhard

Gifhorn – Erstmals nach der Pandemie fand wieder ein Straßenmusikfestival in Gifhorn statt. Und nicht nur die Organisatoren vom Kultbahnhof hatten richtig Lust darauf. Die Musikfans dürsteten nach Live-Musik und die Musiker genossen es, nach längerer Zeit mal wieder live und vor Publikum zu spielen.

Unkoordiniert und spontan wie immer lief das Fest am Samstag, 11. Juni, vom Vormittag bis in den späten Nachmittag ab. Zwar war eine Anmeldung gewünscht, spontane Acts aber willkommen. „Jeder, der will, kann mitmachen“, erklärte Kultbahnhof-Co-Chef Kian Badachschan. Bestellt schien nur das schöne Wetter zu sein. Bei fast schon hochsommerlichen Temperaturen war alles leichtfüßig: Bekleidung, Musik, Stimmung.

Musiker fanden sich in der Fußgängerzone ein, stellten sich irgendwo hin und machten Musik. Daher auch die große Vielfalt, wenngleich auch bekannte Gesichter mit ihren Instrumenten auftraten. Wer ein sicheres Publikum haben wollte, stellte sich an einer Außengastronomie auf. Cafés, Eisdielen, Pizzerien und Kneipen hatten ohnehin ihre Stühle vor der Tür. Und die waren voll besetzt. Eine andere Möglichkeit war es, sich mitten in die Fußgängerzone zu stellen und so das vorbeilaufende Publikum musikalisch zu unterhalten. Da blieben auch etliche Leute stehen, sofern ihr Geschmack oder Herz getroffen wurde oder die Musik interessant klang.

Auch Kultbahnhof-Co-Chef Volker Schlag hatte es sich unweit der Bühne auf einem Hocker bequem gemacht und trat zunächst als Solist in Erscheinung. Damit scharrte er schon mal ein paar Zuschauer um sich. Einen richtigen Run gab es dann am Abend, als angemeldete Musiker zu sehen waren. Crossfire und die Hounddogs (wieder mit Schlag), verzückten ein großes Publikum. So lauschten alle bei einem kühlen Getränk oder leckeren Grillspezialitäten der Musik.

Für die achte Auflage des Festivals, das auch mithilfe der Stadt organsiert wurde, hatten in den sozialen Netzwerken im Vorfeld mehr als 650 Nutzer Interesse angemeldet. Zu zählen war die Zuschauerzahl am Ende nicht. Denn auch für die Musik auf der Bühne am Ceka-Brunnen gab es keinen Eintritt, und viele Wochenmarktbesucher oder Käufer in der Innenstadt waren spontane Gäste.

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