„Zahl auf unter 100 drücken“

Leichter Rückgang der Unfallzahlen im Kreisgebiet Gifhorn

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Christian Engel (l.) und Winfried Enderle präsentierten die Unfallstatistik 2018.

Gifhorn – Gemischt fallen die Unfallzahlen für 2018 aus. Insgesamt ist aber in fast allen Bereichen eine abnehmende Tendenz zu erkennen, erklärte gestern Winfried Enderle, Sachbearbeiter Verkehr der Polizei, bei der Vorstellung der Unfallstatistik für den Kreis Gifhorn.

Die Zahl der Unfälle insgesamt hat inklusive der Parkplatzunfälle von 4554 auf 4425 abgenommen.

Signifikant ist der Unterschied zwischen den innerörtlichen und den außerörtlichen Bereichen. So gab es zwar fast gleich viele Unfälle außerhalb (2231) wie innerhalb (2194), aber wenn man die Unfälle mit schwerem Personenschaden betrachtet, lagen außerhalb 72 Prozent der Vorfälle, erklärte Enderle. Die Verlagerung der schweren Unfälle aus den Gemeinden setzt sich damit fort.

„Das widerspricht dem Gefühl der Bevölkerung“, ergänzte der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion, Christian Engel. Vor allem in Wohngebieten mit Tempo-30-Zonen spielen Unfälle kaum eine Rolle. „Und wenn wir dort mal kontrollieren, erwischen wir fast ausschließlich Anwohner oder Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen“, so Engel.

Erfreulich ist auch der Rückgang der Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang. 2018 gab es mit elf zwei weniger als im Vorjahr, in beiden Jahren verunglückte ein Verkehrsteilnehmer innerhalb geschlossener Ortschaften. „Im letzten Jahr gab es zudem keine Kinder oder Jugendlichen unter den Unfalltoten“, ergänzte Enderle.

Gemessen an ihrem Anteil in der Bevölkerung sind die 25- bis 45-jährigen Verkehrsteilnehmer am meisten an Unfällen beteiligt. Sie machen 23 Prozent der Landkreisbevölkerung aus, sind aber bei 36 Prozent der Unfälle dabei. Unterrepräsentiert sind Verkehrsteilnehmer ab 65 Jahren. „Eingreifen müssen wir vor allem bei den Unfällen mit Schwerverletzten“, sagte Enderle. Da lagen die Zahlen bei 105 Unfällen mit 132 Schwerverletzten nach 102/128 im Vorjahr. „Unser Ziel ist es, die Zahlen auf unter 100 zu drücken.“

VON BURKHARD OHSE

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