Tarifangestellte wollen unter anderem eine Angleichung der Löhne / GEW hofft auf Tarifrunde am Wochenende

Lehrer aus dem Kreis Gifhorn streiken in Hannover

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Die Gewerkschaften Verdi, GEW und GdP haben Länderbeschäftigte in Niedersachsen und Bremen gestern zu einem ganztätigen Warnstreik aufgerufen.

ola Ehra-Lessien/Hannover. Im Januar begannen die Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes der Länder. Für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) geht es um die angestellten Lehrer und Landesbeschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst.

„Wir fordern für die tarifbeschäftigten Lehrer eine Angleichung der Löhne. Während Angestellten eine Entgeltstufe 5 gewährt wird, erhalten verbeamtete Lehrer eine Entgeltstufe 6“, sagt Mario Toborg, Sprecher des GEW-Kreisverbandes.

Gestern nahmen aus dem Kreis Gifhorn einige tarifbeschäftigte Lehrer an einem Warnstreik in Hannover teil, darunter auch zwei Lehrer aus Ehra-Lessien. „Das Fehlen der Lehrer macht sich an einer kleinen Grundschule wie in Ehra, wo nur wenige beschäftigt sind, bemerkbar – allerdings ohne negative Auswirkungen auf die Kinder“, sagte Toborg im IK-Gespräch. „Wir hoffen auf ein positives Ergebnis bei den nächsten Tarifverhandlungen am Wochenende, sonst gibt es weitere Warnstreiks“, so der Sprecher. Insgesamt sind drei Verhandlungsrunden geplant.

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes hatten in Berlin ein Forderungspaket mit einem Gesamtvolumen von sechs Prozent geschnürt. Dabei ging es um die Tarifrunde für rund eine Million Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder – davon allein 200 000 angestellte Lehrkräfte.

Die Kernforderungen der GEW umfassen eine Gehaltserhöhung mit sozialer Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages. Für die höheren Entgeltgruppen im Tarifvertrag der Länder (TV-L) sollen die zusätzliche Entwicklungsstufe 6 eingeführt und weitere strukturelle Verbesserungen bei der Eingruppierung übernommen werden. Damit sollen die Entgelte der Landesbeschäftigten mit den Einkommen bei Bund und Kommunen Schritt halten. Außerdem geht es um zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Verhandlungsergebnisses auf die Beamten und das Eindämmen des Befristungsunwesens, insbesondere in der Wissenschaft.

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