Landgericht Braunschweig verurteilt 65-Jährigen wegen Mordes an der Ex-Freundin

Lebenslang für „Wahnsinnstat“

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Vor dem Landgericht in Braunschweig wurde gestern ein 65-jähriger Mann zu lebenslanger Haft verurteilt – er hatte seine Ex-Freundin mit 69 Messerstichen getötet.

dpa Wolfsburg/Braunschweig. Für den Mord an seiner Ex-Freundin in Wolfsburg ist ein 65-Jähriger gestern zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Braunschweig sah es in seinem Urteil als erwiesen an, dass der Mann die 64-Jährige im März vor ihrem Haus in Wolfsburg erstochen hatte. Der Angeklagte hatte die Tat eingeräumt.

Seine Freundin hatte sich von ihm getrennt, was der Mann laut Gericht nicht verkraften konnte. Die Frau starb einen Tag nach dem Angriff an den 69 Messerstichen. „Sie wollte ihr eigenes Leben wieder aufnehmen und hat diesen Entschluss mit dem Leben bezahlt“, sagte der Vorsitzende Richter Ralf-Michael Polomski und sprach von einer „Wahnsinnstat“. „Sie haben auf jeden Fall die Höchststrafe verdient“, betonte er. Der Angeklagte müsse gefühlt haben, wie die Frau um ihr Leben kämpfte, als er sie fest im Schwitzkasten hielt.

Das Gericht befand, dass der Mann eine besondere Schwere der Schuld auf sich geladen hat. Grund dafür war unter anderem, dass der Mann die Frau wenige Wochen vor ihrem Tod auch mit einer Pistole bedroht und vergewaltigt hatte.

Bei seiner Festnahme wirkte der Mann recht abgeklärt und ruhig. Statt sich nach dem Zustand seiner Freundin zu erkundigen, habe er nach einer Zeitung verlangt und darum gebeten, dass seine Pfandbons eingetauscht würden. „Ihnen war völlig klar, was die Stunde geschlagen hat“, folgerte der Richter. Die Verteidigung kündigte an, Revision einlegen zu wollen.

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