Kreis ist mit EU-Förderprogramm zufrieden: Schon 29 Projekte im Isenhagener Land

Leader in vollem Schwung

Neuer Glanz für ein kulturhistorisches Kleinod: Der Ausbau der Wassermühle in Wahrenholz ist eines von vielen Leader-Projekten, die im Isenhagener Land bereits mit EU-Mitteln gefördert wurden. Foto: Scholz

Isenhagener Land. Das EU-Förderprogramm Leader ist im Isenhagener Land bislang sehr erfolgreich verlaufen. Diese Zwischenbilanz zog jetzt Kreisrat Detlev Loos im Wirtschafts- und Tourismusausschuss des Landkreises.

Seit Beginn der laufenden Förderperiode im Jahr 2007 seien im Nordkreis bereits 29 Leader-Projekte mit einem finanziellen Volumen von insgesamt 1,34 Millionen Euro bewilligt worden. Fünf weitere seien noch in der Vorbereitung, sagte Loos. Das Leader-Gesamtbudget für die Region beträgt zwei Millionen Euro.

„Es ist einiges Gutes für die dörfliche Entwicklung passiert. Für finanzschwache Kommunen wäre es ohne Leader nicht möglich gewesen, ihre Infrastruktur so auszubauen“, freute sich der Kreisrat. Die 29 Projekte widmen sich der Land- und Forstwirtschaft, dem Naturschutz, regenerativen Energien, der regionalen Wirtschaft, dem Tourismus sowie dem Bereich Soziales, Jugend, Bildung und Kultur.

Etwa 186 000 Euro sind beispielsweise in das Modellprojekt „Nerz-Moor“ des Otter-Zentrums Hankensbüttel geflossen, das sich um den Schutz des Europäischen Nerzes kümmert. Weitere 82 000 Euro gewährte die Lokale Aktionsgruppe (LAG) des Leader-Prozesses für den energetischen Umbau des Jugendtreffs in Wagenhoff. Auch der Ausbau der Wassermühle in Wahrenholz als kulturhistorisches Kleinod wurde gefördert. Die drei jüngsten Leader-Projekte sind die energetische Aufwertung des Jägerheims am Schützenhaus Hankensbüttel, die Neugestaltung des Straßenraums am Kapellenberg als zentraler Dorfplatz in Bokel und die Initiative „Grenzenloser Drömling“, bei der touristische und kulturelle Angebote entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze entwickelt und vernetzt werden.

Noch bis Ende 2013 läuft die aktuelle Förderperiode. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar. „Grundsätzlich muss die Region dann mit weniger Geld auskommen. Etwa die Hälfte der Mittel werden verloren gehen. Genaues wissen wir aber noch nicht“, berichtete Loos.

Neue Projekte können noch bis zum 31. Dezember 2013 bewilligt werden, erklärt Kerstin Lüders, Leader-Regionalmanagerin für das Isenhagener Land, auf Anfrage des IK. „Die Projekte dürfen dann eine Laufzeit bis 2014 oder bis zum Frühjahr 2015 haben.“ Das heißt, bis dahin müssen eventuelle Baumaßnahmen beendet sein.

Am Dienstag, 27. November, trifft sich die LAG zu ihrer nächsten Sitzung. Dabei wird besprochen, welche Leader-Projekte ab Anfang nächsten Jahres umgesetzt werden sollen. „Es ist noch Geld im Topf“, sagt Lüders. „Im ersten Quartal 2013 wollen wir uns dann strategisch damit auseinandersetzen, wie man sich auf die neue Förderperiode ab 2014 einstellt.“

Von Bernd Schossadowski

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