Laser-Attacke auf Airbus-Piloten über Wolfsburg

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Wolfsburg. Die Polizei in Wolfsburg ermittelt in einem Fall des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr: Bereits am Sonntag, 17. Juli, überflog ein Airbus A 320 gegen 23.30 Uhr das Stadtgebiet. An Bord befanden sich 157 Passagiere. Dann blendete die Piloten plötzlich ein Laserpointer.

Völlig unvermittelt wurden die beiden Piloten vom Boden aus von einem Unbekannten mit einem grünen Laserpointer geblendet. Der Vorfall wurde sofort der Flugsicherheit gemeldet. Nach Recherchen der Flugsicherung konnte als Ort des vermeintlichen Blenders das westliche Stadtgebiet Wolfsburgs errechnet werden. Die Piloten konnten das Flugzeug wenig später in Hannover sicher landen, mussten sich allerdings sofort in ärztliche Behandlung begeben, um eine mögliche Augenverletzung ausschließen. Nach derzeitigem Stand wurden die Piloten nicht verletzt.

Die 157 Passagiere haben von dem Zwischenfall nichts mitbekommen. „Es handelt sich hier nicht mehr um einen ‘Dumme-Jungen-Streich’, sondern um einen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr. Der Täter hat das Leben von 159 Menschen leichtfertig riskiert“, so ein Beamter. Die Polizei hofft nun auf Hinweise zum möglichen Verursacher.

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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