Ehrenamtliche in der Jugendarbeit benötigen Führungszeugnis

Landkreis hinkt hinterher

Wer Jugendliche betreut, muss die richtigen Papiere haben.
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Wer Jugendliche betreut, muss die richtigen Papiere haben.

Landkreis Gifhorn. Schon Anfang 2012 wurde die Neufassung des bundesweit gültigen Kinderschutz-Gesetzes verabschiedet – bei der Umsetzung hinkt man beim Landkreis Gifhorn allerdings noch hinterher.

Das reformierte Regelwerk soll Jugendliche vor allem vor sexuellen Übergriffen von Übungsleitern und Betreuern schützen. Von dem Gesetz betroffen sind alle öffentlichen und freien Träger der Jugendhilfe, sofern sie Leistungen vom Bund oder der Kommune beziehen, also auch kirchliche Gruppen und Sportvereine. Inhalt der Vorschrift: Wer Jugendliche ehrenamtlich betreut, muss grundsätzlich ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Damit soll gewährleistet werden, dass Personen, die schon verurteilt sind oder gegen die noch wegen einschlägiger Sexualdelikte ein Verfahren anhängig ist, von der Jugendarbeit ausgeschlossen werden.

Der Kreis und die Organisationen der freien Jugendarbeit hätten eigentlich schon längst eine Vereinbarung hinsichtlich der Regelung abschließen müssen. Das soll nun Anfang des kommenden Jahres in Kooperation mit den Kreisjungendring geschehen. „Wir werden den Vereinen und Verbänden jede Unterstützung zukommen lassen“, verspricht Kreis-Jugendpfleger Bernhard Schuhose. Auch sei die Ausstellung eines Führungszeugnisses für die ehrenamtliche Arbeit kostenlos. Gleichwohl hält er die Ausbildung der Ehrenamtlichen in der freien Jugendarbeit für gut. [...]

Der komplette Artikel steht heute in der gedruckten sowie auch in der digitalen Ausgabe.

Von Jens Schopp

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