Tourismustipps aus dem Emsland

Landkreis Gifhorn will Radtourismus für die Region fördern

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Christian Schroeder (rechts) brachte einen von zwei Anträgen durch. 

Landkreis Gifhorn – Vom Emsland zu lernen empfahl der Gifhorner Kreisausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Regionalentwicklung nun auf Antrag der Grünen in der Scheune des Deutschen Hauses.

„Im Emsland hat sich ein sehr umfängliches Angebot für Radtourismus entwickelt“, begründete Christian Schroeder den Antrag.

Tourismustipps aus dem Emsland

Daher erscheine es sinnvoll, sich über dieses Angebot informieren zu lassen und gegebenenfalls Elemente dieses Angebotes daraufhin zu bewerten, ob eine Übertragung auf den Landkreis Gifhorn sinnvoll sei. „Zumal die Strukturen beider Landkreise ähnlich sind“, so Schroeder. Demnach soll nun zur nächsten Ausschusssitzung am 18. November ein für den Tourismus zuständigen Mitarbeiter aus dem Emsland eingeladen werden.

Verleih von E-Fahrrädern

Abgelehnt wurde dagegen der Grünen-Antrag, ein Konzept zur Förderung einer Verleih-Infrastruktur für E-Fahrräder im Landkreis zu entwickeln. Dadurch sollten gastronomische Betriebe mit oder ohne Übernachtungsangebot, aber auch Einrichtungen wie das Otterzentrum und das Nabu-Zentrum in die Lage versetzt werden, ein hochwertiges Verleihangebot mit Lademöglichkeit zu schaffen. Die Verwaltung solle prüfen, was rechtlich möglich ist. Jannis Gaus (SPD) entgegnete, dass Touristen zumeist eigene Räder mitbrächten, wenn sie den Landkreis besuchten. Auch Kilian Sartor (CDU) bemerkte, dass kein Fahrradhändler in der Kreisstadt solch ein Angebot anstrebe. Auch die Frage des Abstellens sei schwierig zu beantworten. Kreisrat Mirko Schmidt fügte an, dass sich bereits die Tourismusgesellschaft Südheide des Themas angenommen habe. „Der Landkreis möchte das Thema Verleih-Stationen durch die Südheide-Gesellschaft vorantreiben. Möglicherweise kommt ein Standort am Bahnhof Gifhorn infrage. Mit der Stadt laufen Gespräche“, sagte er und sah die Aufgabe eher bei der Tourismusgesellschaft angesiedelt. Schroeder, der den Antrag vor der Beauftragung an die Südheide gestellt hatte, sprach von einem „riesigen Bedarf“.

Auch einen abgeänderten Antrag, dass der Landkreis sich für das Thema im Marketingbeirat der Südheide-Gesellschaft stark machen sollte, lehnte der Ausschuss mit drei zu zwei Stimmen bei vier Enthaltungen ab.

Bewerbung als Förderregion

Jörg Burmeister, Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung, gab als Termine den 25. Oktober (11. Gründungstag „Gründergold“ in Wolfsburg), und den 15. September bekannt. Bis dann müssen Anträge der ländlichen Förderregionen gestellt worden sein. Die neuesten Bewerber für eine Aufnahme in die Förderung sind die Dorfregion Ummern/Groß Oesingen, Gifhorn-West und die Dorfregion Dörfer am Drömling mit Boitzenhagen, Parsau, Tülau und Ehra-Lessien. Zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen gab Burmeister bekannt, dass von 2016 bis 2022 insgesamt rund 2,3 Millionen Euro an Zuschüssen geflossen sind oder fließen werden.

Dabei seien 123,33 Dauerarbeitsplätze neu geschaffen und 710 Arbeitsplätze gesichert worden. Insgesamt wurden 46 Anträge bewilligt, weitere 22 würden derzeit bearbeitet.

Breitbandausbau für Cluster 2

Für den Breitbandausbau startet am 2. September das dritte Vermarktungscluster (Brome/Boldecker Land/Meinersen). Am 31. August endet das zweite Vermarktungs-cluster (Hankensbüttel/Wesendorf), bei dem es bisher 46 Prozent Anschlussquote gebe, sagte Burmeister.

VON BURKHARD OHSE

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