Niedrigster Wert seit der Wiedervereinigung im Geschäftsbezirk Helmstedt

Landkreis Gifhorn: Weniger Arbeitslose im September

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Im Landkreis Gifhorn ist die Zahl der Arbeitslosen um 290 auf 3.727 Personen gesunken. Fotos: Archiv

Landkreis Gifhorn – Die Arbeitslosigkeit hat sich von August auf September um 290 auf 3.727 Personen verringert. Das waren 258 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im September 3,9 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 4,2 Prozent. Dabei meldeten sich 919 Personen neu oder erneut arbeitslos, etwa soviele wie vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.219 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 8.502 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 230 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 8.576 Abmeldungen von Arbeitslosen. Der Bestand an Arbeitsstellen ist im September um 60 Stellen auf 1.006 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 312 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im September 215 neue Arbeitsstellen, 20 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 2.281 Arbeitsstellen ein, die Veränderung zum Vorjahreszeitraum ist nur gering.

Ulf Steinmann, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt.

„Erfreulicherweise sank im September die Arbeitslosigkeit im Zuge der Herbstbelebung erwartungsgemäß. Von dieser Entwicklung profitierten alle Personengruppen und beide Rechtskreise – also sowohl der Bereich des Jobcenters als auch der Bereich der Agentur für Arbeit“, freut sich Ulf Steinmann, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt. Vor allem die Arbeitslosenzahl der jungen Menschen unter 25 Jahren habe sich deutlich reduziert, viele hätten eine neue Beschäftigung oder eine Ausbildung aufgenommen. „Mit den rund 9.500 Arbeitslosen blicken wir damit auf den niedrigsten Wert der Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung“, so Steinmann weiter.

Dennoch sei das kein Grund, in den Bemühungen nachzulassen. Das beste Rezept, um das Risiko der Arbeitslosigkeit nachhaltig zu minimieren, bleibe lebenslanges Lernen im Berufsleben. In diesem Zusammenhang erläutert er die Bedeutung von Qualifizierungen und Weiterbildungen: „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Beratung der Unternehmen. Wir wollen gemeinsam mit den Betrieben Wege finden, die Mitarbeiter durch Qualifizierungen auf sich ändernde Arbeitsbedingungen vorzubereiten. Mit dem Qualifizierungschancengesetz hat uns die Politik viele Möglichkeiten der Weiterbildungsförderung eröffnet. Wir können nun Unternehmen finanziell flexibler bei der Weiterbildung ihrer Beschäftigten unterstützen, deren berufliche Tätigkeiten durch Technologien ersetzt oder die vom Strukturwandel bedroht werden.“

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