Kampf gegen rote Flecken

Landkreis Gifhorn kontrolliert Masernimpfungen

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Impfungen gegen die ansteckenden Masern werden ab dem 1. März für alle Kinder verpflichtend, die eine Schule oder eine Kita besuchen.

Landkreis Gifhorn – Durch das neue Masernschutzgesetz, das an 1. März in Kraft tritt, müssen Eltern einen Impfschutz ihrer Kinder nachweisen, sobald diese eine Kita oder eine Schule besuchen. Landrat Dr.

Andreas Ebel und Amtsarzt Josef Kraft begrüßten diese Regelung ausdrücklich. „Wenn es möglich wäre, würde ich eine umfassende Impfpflicht verordnen“, sagte Ebel. „Impfungen gehören zu den größten Errungenschaften unserer Zeit. “.

Kraft betonte, dass der Landkreis in Sachen Impfkontrollen besonders an den Schulen bereits sehr aktiv sei. „Bei manchen Kindern fehlt aber noch die zweite Impfung“, so der Amtsarzt. Sobald die erste Impfung erfolgt sei, könne das Kind eingeschult werden. „Die zweite Impfung erfolgt frühestens zehn Tage nach der ersten“, so Kraft. Er rät Eltern, ihre Kinder nun frühzeitig impfen zu lassen – „vor dem Einschulungs-Stress“.

Sollten Eltern sich weigern, ihre Kinder impfen zu lassen, drohen Bußgelder bis zu 2500 Euro. Für Kinder, die bereits zur Schule oder in eine Kita gehen, muss ein Impfnachweis nachträglich bis zum 31. Juli erbracht werden. Nichtgeimpfte Kinder können vom Kita-Besuch oder im Falle eines Masernausbruchs auch vom Unterricht ausgeschlossen werden.

Die Impfpflicht gilt auch für Lehrkräfte und Erzieher, die nach 1970 geboren wurden. Auch das Personal in medizinischen Einrichtungen sowie Bewohner und mitarbeiter in Asylunterkünften müssen sich impfen lassen.

Der Kinder- und jügendärztliche Dienst überprüft regelmäßig die Impfbücher der Schüler und spricht den Eltern individuelle Impfempfehlungen aus. Im vergangenen Jahr haben 94,1 Prozent der Schulanfänger eine einmalige Impfung gegen masern erhalten, 91,4 Prozent waren mit beiden Impfungen vollständig geimpft.

VON DENNIS KLÜTING

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