Wolfsburg boostert ab 12

Bei Demos im Kreis Gifhorn: FFP2 und Abstand

Corona-Demo am Montagabend in Gifhorn: Für Versammlungen wie diese gelten jetzt striktere Regeln. Foto: ohse
+
Corona-Demo am Montagabend in Gifhorn: Für Versammlungen wie diese gelten jetzt striktere Regeln.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
    schließen

Landkreis Gifhorn – Im Landkreis Gifhorn gelten bei Versammlungen ab sofort ein Mindestabstand von 1,5 Meter und die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Das hat die Kreisverwaltung gestern per Allgemeinverfügung angeordnet.

Die Behörde reagiert damit nach eigenen Angaben auf das „anhaltend dynamische Infektionsgeschehen“ und auf die „erwartete, schnelle Verbreitung der Omikron-Variante“. Notwendig sei die Allgemeinverfügung auch angesichts zahlreicher Versammlungen, die „durch verschiedene Veranstalter im Stadtgebiet Gifhorn durchgeführt wurden“ – gemeint sind die inzwischen regelmäßigen „Spaziergänge“ der Impf- und Maskenkritiker, die mittlerweile auch von Gegendemonstrationen begleitet werden. Vermehrt, so der Landkreis, komme es auch zu nicht angemeldeten Spontanversammlungen.

Die Allgemeinverfügung ist zunächst bis zum 15. Januar befristet, eine Verlängerung behält der Landkreis sich vor. Die Kreisverwaltung begründet die Maskenpflicht bei den Versammlungen damit, dass diese „in der Regel durch einen dynamischen Verlauf gekennzeichnet sind“. Weil unter Umständen der Mindestabstand „nicht konsequent“ eingehalten werden könne, sei der Schutz durch eine FFP2-Maske – oder eine andere Maske gleichwertigen Schutzniveaus – unerlässlich. Kinder unter 6 Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen, unter 14 Jahren dürfen sie Mund-Nasen-Bedeckungen mit einem geringeren Schutzniveau tragen.

Die 7-Tage-Inzidenz lag gestern mit 180,6 auf einem ähnlichen Niveau wie am Vortag. Mit Blick auf die Verbreitung der Omikron-Variante rechnet die Kreisverwaltung für die nächsten Tage mit steigenden Infektionszahlen. Die Hospitalisierungsinzidenz war gestern mit 4,8 um 0,1 Punkte höher als am Montag, die Intensivbettenbelegung lag bei 8,1 Prozent (minus 0,5 Prozent). Neue nachgewiesene Omikron-Fälle kamen gestern nicht hinzu.

Im Angesicht der als hochansteckend geltenden Mutation und der Sorge vor einer Überlastung des Gesundheitssystems hat die Kreisverwaltung ihr Ziel unterstrichen, möglichst schnell möglichst viele Menschen mit einer Auffrischungsimpfung zu versorgen.

In Wolfsburg gibt es den „Booster“ mittlerweile auch für 12- bis 17-Jährige, wie die Stadtverwaltung gestern mitgeteilt hat. Für diese Altersgruppe werde in der City-Galerie die Auffrischung verabreicht, wenn die Zweitimpfung mindestens drei Monate zurückliegt. Die Ständige Impfkommission habe dafür zwar keine ausdrückliche Empfehlung ausgesprochen, der Biontech-Impfstoff sei dafür aber zugelassen. Geimpft werde nach Rücksprache mit dem betreffenden Jugendlichen, den Eltern und dem Arzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare