Arbeiten in Lüsche und Oerrel

Landkreis: Breitband-Ausbau geht voran

Breitband-Ausbau in Bayern.
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Beim Breitbandausbau im Landkreis Gifhorn werden ab dem 1. Januar 2023 alle Adressen förderfähig, die nicht gigabitfähig versorgt sind.
  • VonSiegfried Glasow
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Gifhorn – Um den Stand der Dinge in Sachen Breitbandausbau im Landkreis Gifhorn ging es an vergangenen Donnerstag, 26. August, im Kreiswirtschaftsausschuss.

Jörg Burmeister, Amtsleiter der Wirtschaftsförderung, berichtete, dass die Baumaßnahmen im Baucluster 1 und 2 (Wittingen, Hankensbüttel, Sprakensehl und Obernholz) Ende Juli nahezu abgeschlossen wurden. Damit sei der passive Teil des Netzes bauseitig fertig. Der aktive Teil – alle Bestandteile, die elektrischen Strom benötigen – werden von Netzbetreiber net services bereitgestellt, der auch die Inbetriebnahme vornimmt. So etwa am vergangenen Freitag beim neuen PoP-Gebäude („point of presence“) in Knesebeck (das IK berichtete).

Für das Baucluster 3 (Steinhorst, Dedelstorf und Mahrenholz) waren die Baumaßnahmen im März angelaufen. Tiefbauarbeiten in Allersehl, Dedelstorf, Mahrenholz und Weddersehl sind fertig. Es fehlen nur noch die Einblasarbeiten der Glasfaserkabel. Derzeit laufen die Arbeiten in Lüsche und Oerrel. Insgesamt sind davon rund 260 Hausanschlüsse betroffen. Der PoP wurde am 9. Juli bereitgestellt.

Die Baumaßnahmen in den Bauclustern 4, 5 und 6 (Samtgemeinde Wesendorf, Samtgemeinde Brome, Barwedel und Samtgemeinde Meinersen) laufen seit Frühjahr 2021. Die Arbeiten laufen aktuell in Westerholz Richtung Wahrenholz. Die Arbeiten in und um Tülau sind schon weit fortgeschritten. Die Langstrecke zwischen Parsau und Rühen wird im Spülbohrverfahren hergestellt. Die Strecke zwischen Ettenbüttel und Meinersen ist fertiggestellt. Die PoP-Gebäude wurden im Juli/August bereitgestellt.

Der Spatenstich für das Baucluster 7 (Stadt Gifhorn, Sassenburg und Samtgemeinde Isenbüttel) fand bereits statt, die Bauarbeiten beginnen im September. Im Baucluster 8 (Samtgemeinde Papenteich) gibt es durch eine Rüge eines unterlegenen Bieters noch Zeitverzögerungen. Der Fall liegt noch beim Oberlandesgericht Celle zur Entscheidung.

In seinem Ausblick auf die weitere Förderkulisse erklärte Burmeister, dass im April 2021 durch das BMVI die Förderrichtlinie zur Erschließung der Grauen Flächen (Adressen mit einer Versorgung von mindestens 30, aber weniger als 100 Mbit/s) veröffentlicht wurde. Danach sind alle Adressen mit weniger als 100 Mbit/s förderfähig.

Erst ab dem 1. Januar 2023 sind dann alle Adressen förderfähig, die durch den Markt nicht gigabitfähig versorgt sind oder werden.

Für Breitband an den Schulen und Krankenhäusern wurde ein Vergabeverfahren mit veränderter Losbildung veröffentlicht. Nach der ersten Submission für 3 von 22 Losen am 23. August erfolgt die zweite Submission nun am 16. September für die verbleibenden Lose.

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