Antrag entgleist bei Patt

Landkreis-Ausschuss stützt OHE-Strecke Wittingen-Rühen nicht

Von der Politik nicht verwöhnt: OHE-Strecke Wittingen-Rühen.
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Von der Politik nicht verwöhnt: OHE-Strecke Wittingen-Rühen.

bo Gifhorn. Vom Landkreis Gifhorn kommt – vorerst – kein Signal der politischen Unterstützung für die Befürworter der Bahnstrecke Wittingen-Rühen.

Im Verkehrsausschuss gab es gestern im Gifhorner Schloss ein Patt bei der Abstimmung über einen Antrag gegen die geplante Entwidmung. Der Vorstoß galt damit als abgelehnt.

Eingebracht hatte den Antrag die Wagenhofferin Eva Gresky als Bürgervertreterin. Gresky, die sich im Förderverein Ohretalbahn für die OHE-Linie nach Rühen einsetzt, bekam Unterstützung vom Rumstorfer Friedrich Lührs (FDP), der für Liberale und Unabhängige einen ähnlichen Antrag stellte: jetzt nicht entwidmen.

Die CDU legte allerdings, mit dem Briefkopf des Knesebeckers Walter Schulze, einen Gegenantrag vor: Der Landkreis solle eine Entwidmung befürworten. Was folgte, war eine Diskussion über die oft gehörten Pro- und Contra-Argumente zum Streckenerhalt. Am Ende stimmte die CDU geschlossen gegen den Streckenerhalt – und hatte auch den Tiddischer Sozialdemokraten Ottmar Bartels auf ihrer Seite.

Der Landkreis ist offiziell nicht am Entwidmungsverfahren beteiligt, sein Wort hätte aber vermutlich bei der zuständigen Behörde Gewicht. Abzuwarten bleibt nun, ob sich der Kreistag in seiner Sitzung am 2. Juli anders positioniert und ob bis dahin – wie von den Streckenbefürwortern erhofft – deutliche offizielle Signale pro OHE-Strecke aus Wolfsburg kommen. Das Entwidmungsverfahren endet am 10. Juli.

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