Landkreis-Einwohner sammeln im Durchschnitt 79 Kilogramm Altpapier

Landesweit im Mittelfeld

+
Beim Sammeln von Altpapier und Wertstoffen liegen die Haushalte im Landkreis Gifhorn im Durchschnitt im unteren Mittelfeld.

Landkreis Gifhorn. Die aktuellen Daten für das Sammeln von Altpapier und Wertstoffen im Landkreis Gifhorn für 2011 liegen noch nicht vor. Sie werden von der Landesbehörde derzeit erhoben, erklärt LSKN-Mitarbeiter Karl-Heinz Behre auf Anfrage des IK.

„Die neuen Zahlen liegen meist im Herbst des Folgejahres vor“, sagt er. Bei der aktuellen Statistik habe es aber „ziemlichen Zeitverzug“ gegeben, weshalb die Zahlen für 2010 dem LSKN erst jetzt vorlägen. Dennoch sei die Bilanz für das vorletzte Jahr eindeutig.

Im Landkreis Gifhorn haben die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger im Jahre 2010 pro Einwohner 79 Kilogramm Altpapier und 61 Kilo Verpackungsmüll im Rahmen des Dualen Systems – zumeist Glas und Leichtverpackungen – gesammelt.

Niedersachsenweiter Spitzenreiter bei der von öffentlich-rechtlichen Trägern eingesammelten Altpapiermenge ist die Stadt Lüneburg mit 114 Kilo, gefolgt von der Stadt Cuxhaven (112 Kilo) und dem Landkreis Osterholz (107 Kilo). Mit Abstand das Schlusslicht in Niedersachsen ist der Kreis Uelzen. Das hänge aber nicht mit mangelndem Sammeleifer der Bürger zusammen, betont Behre. Vielmehr werde das Altpapier dort überwiegend von privaten Entsorgungsunternehmen abgeholt.

Die größte Verpackungsmüllmenge im Rahmen des Dualen Systems – 94 Kilo pro Einwohner – wurden im Landkreis Aurich eingesammelt. Es folgten die Landkreise Helmstedt (87 Kilo) und Wittmund (83 Kilo). Landesweit den wenigsten Verpackungsmüll je Einwohner gab es in der Stadt Braunschweig (45 Kilo), im Landkreis Vechta (47 Kilo) und in der Region Hannover (52 Kilo).

Ein Teil der hohen Mengen in Aurich und Wittmund erkläre sich durch den Tourismus an der Küste, sagt Behre. Wichtig sind aus seiner Sicht aber auch die Einsammelsysteme. „In der Regel werden über Holsysteme wie die gelben Tonnen oder Säcke mehr Wertstoffe eingesammelt als über Bringsysteme wie Wertstoffcontainer“, weiß Behre. Er hat noch eine weitere Tendenz ausgemacht: „Generell wird in Großstädten mit ihren Mietblocks weniger Müll getrennt als auf dem flachen Land.“

Von Bernd Schossadowski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare