Vielfältiges Programm mit Musik und kulinarischen Genüssen in Gifhorn

Kulturfest bunt wie noch nie

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Fünf Frauen – fünf Nationen: Bunt ging es bei der Internationalen Frauengruppe zu.

Gifhorn. Noch bunter als bisher präsentierte sich das vierte Kulturfest „Gifhorn International“. Mit dem ruandischen Kulturverein Umurage und der polnischen Folkloregruppe Polonia kamen weitere Teilnehmer und weitere Farben in die Fußgängerzone.

Dabei spannte sich der Bogen von den Hummingbirds, dem Chor des Kultbahnhofs, von Volker Schlag persönlich dirigiert, über den Highland Sound, einem traditionellen Dudelsackduo, und die deutsch-philippinische Tanz- und Musikgruppe bis ins weite Russland. Von dort erklangen durch den Chor der Landsmannschaft der Russlanddeutschen landestypische Melodien.

Farbenprächtig zeigte die Folkloregruppe Polonia eine der 40 landestypischen Trachten.

Durch den Flüchtlingszuzug nach Deutschland gab es auch Kultur aus dem Balkan und dem Nahen Osten. Zlatko und David Baban präsentierten Musik aus Montenegro und syrische Folklore wurde von Abdalahad Elya gezeigt. Nicht nur die Gifhorner Bürger, auch die Gäste und vor allem die neuen und alten Zuwanderer erfreuten sich dabei an der Vielfalt, die es auch auf kulinarischem Gebiet gab. Von herzhaft bis zuckersüß hatten die verschiedenen Stände Speisen und Getränke parat, deren Zusammensetzung und Zubereitung ein interessantes Gesprächsthema für viele Gäste waren. Viele der auftretenden Künstler hielten weitere Informationen und Kunst aus ihren Heimatländern an den Ständen bereit.

Der türkisch-islamische Kulturverein Ditib, die griechische Gemeinde, die alevitische Gemeinde, die kurdisch-islamische Gemeinde „Al Mescidu Takwa“ aus Südosteuropa und Vorderasien, der philippinische Kulturkreis Braunschweig und der ruandische Kulturverein und die Nachbarn aus Polen, deren Freundeskreis einen Stand aufgebaut hatte, sowie der Freundeskreis Dumfries der Partnerstadt gaben gerne Auskunft. Außerdem gab es Informationen von weiteren Institutionen.

Reaktionstests bei der Polizei, ein Löschfahrzeug der Ortswehr, das DRK mit vielfältigen Angeboten, die KVHS und die KKS, das Familienbüro sowie die Migrationsbeauftragte des Landkreises und die Europa-Union standen bereit. Ganz international aus mindestens 18 Nationen präsentierte sich der Internationale Frauenchor Temperamentos. Erläuterungen zu den Auftritten gab es von Willy Knerr, Vorsitzender des Beirats für Interkulturelle Zusammenarbeit in der Stadt: „Die Sängerinnen bringen Lieder aus ihren Heimatländern mit, die dann in der Originalsprache eingeübt werden.“

So gab es indonesische und andere exotische Klänge auf der Bühne. Auch optisch wurde Fremdes näher gebracht. Madé Langer zeigte einen indonesischen Tanz, die griechische Kindertanzgruppe führte in der Landestracht griechische Tänze auf, die kurdisch-islamische Gemeinde zeigte ebenfalls einen Einblick in ihre Kultur. Den Schlusspunkt setzten N’Stylz aus Gifhorn mit internationalem Hip Hop in eigener Choreografie.

Von Burkhard Ohse

Internationales Kulturfest Gifhorn

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