Grundsteinlegung für Anbau in der Sassenburg / Einzug im Sommer 2014 geplant

IGS künftig doppelt so groß

Beim Festakt in der Rotunde der Schule trugen mehrere IGS-Schülerinnen Lieder vor.

Sassenburg. Der Grundstein für den Anbau der Integrierten Gesamtschule (IGS) Sassenburg ist gelegt. Die Kosten für diesen Erweiterungs- und Umbau belaufen sich, einschließlich der Außenanlagen, auf 17,5 Millionen Euro.

Dafür wird dem Bestandsgebäude, der ehemaligen Haupt- und Realschule und dem Ganztagszentrum, das eine Größe von 5850 Quadratmeter aufweist, ein Bau mit einer Bruttogeschossfläche von 6750 Quadratmetern hinzugefügt. Mit 12 500 Quadratmetern verfügt die IGS künftig über mehr als Doppelte an Raum. Das neue Gebäude soll in den Sommerferien 2014 fertig sein.

Die 510 Quadratmeter große Mensa, die dort entsteht, kann auch als Veranstaltungsraum genutzt werden. Die Küche wird für 670 Mahlzeiten in zwei Schichten ausgelegt. Bei Veranstaltungen finden 700 Menschen dort auf Stühlen Platz. Auch an eine Bühne ist gedacht.

Die IGS-Besonderheit: Ein Jahrgang wird in einem zusammenhängenden Cluster unterrichtet. Ein Cluster besteht in einer fünfzügigen IGS aus fünf Unterrichtsräumen, einem Differenzierungsraum, einem integrativen Unterrichtsraum sowie einer Lehrerstation. Der zehnte Jahrgang erhält zusätzlich zwei Unterrichtsräume. Im Neubau und im bestehenden werden je drei Cluster untergebracht. Somit entstehen 44 Räume, zu denen im Neubau elf und im bestehenden Gebäude vier Fachunterrichtsräume kommen.

Aus Anlass der Grundsteinlegung hatte die Schulsanierungs-GmbH des Landkreises zu einer Feierstunde in die Rotunde der Schule eingeladen. Evelin Wißmann, Geschäftsführerin der GmbH, wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass sich das Verständnis von Schule im Verlauf der Zeit ebenso gewandelt habe wie der Anspruch an ein Schulgebäude. Aus einem halbtägigen Lehrort sei ein ganztägiger Lebensraum geworden. Zugleich müsse aber auch dem Bildungsauftrag entsprochen werden.

Siegfried Weiß, Vorsitzender des Aufsichtsrates, stellte nach einer musikalischen Darbietung von IGS-Schülerinnen die technischen Daten vor und wünschte sich ebenso eine zeitliche und finanzielle „Punktlandung“ wie dies beim neuen Sportplatz der Fall gewesen sei. Landrätin Marion Lau nahm eine schwedische Redewendung auf, in der es heißt, dass ein Kind drei Lehrer habe: die anderen Kinder, den Lehrer und den Raum.

Schulleiter Rolf Maskus stellte die vier Rollen aus Papier vor, die in einer Kupferröhre im Grundstein eingemauert werden sollten. Auf der ersten Rolle hat er die Namen der Teilnehmer an der Planungsgruppe festgehalten, die im Vorfeld der IGS den pädagogischen Grundstein gelegt hatten. In der zweiten Rolle sind die pädagogischen Leitsätze, auf der dritten die Namen der 443 Schüler, die derzeit die IGS besuchen und auf der Vierten die Namen der 29 Lehrkräfte. Unter Beifall brachten Evelin Wißmann und Siegfried Weiß im Neubau die Röhre in dem Stein unter, der später in der Aula sichtbar sein soll.

Von Horst Michalzik

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare