Theater: Gifhorner Stadthalle will jüngere Gäste an Kunstform heranführen

Für „Krümel“ und „Kekse“

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„Der kleine Wassermann“ nach Otfried Preußler ist am 7. Januar 2018 in der Stadthalle zu sehen. Foto: Volker Beushausen

Gifhorn. Theater ist nicht nur etwas für die „Großen“. Mit „Theater für Kids“ bietet die Gifhorner Stadthalle auch Angebote für jüngere Gäste.

Zwei Reihen werden für Kinder ab 4 Jahre bis zum Schulanfang („Angebot für Krümel“) und für Kinder im Grundschulalter („Angebot für Kekse“) geboten.

Die Gifhorner Stadthalle bietet Angebote auch für Kinder.

„Es hat sich seit vielen Jahre bewährt, das Programm auf zwei Altersgruppen aufzuteilen“, sagt Stefanie Schrader, Kulturmanagerin der Stadthallen GmbH und verantwortlich unter anderem für die Konzeption des Angebots für Kinder. Vier Aufführungen in jeder Reihe gibt es jede Saison. Die Vorführungen laufen sonntags oder, falls der Wunsch von größeren Gruppen besteht, möglicherweise auch am Montagmorgen. Das ist zumeist der Fall, wenn Schulen ein Stück buchen. „Wir sehen dann zu, dass wir das dann am Montagmorgen ein weiteres Mal anbieten können“, sagt Schrader. Manches Stück wird damit zweimal angeboten.

Der Sonntag bietet zumeist ein offenes Angebot. Da sind natürlich auch Eltern, Geschwister oder Großeltern willkommen, mit den jüngeren Familienmitgliedern das große Theater zu besuchen. Angeboten werden ganz unterschiedlich gelagerte Stücke, sagt Schrader. „Wir bieten Puppentheaterensembles, die Figuren mitbringen, oder Theaterensembles, die schauspielern“, nennt sie Beispiele.

Die Themen orientieren sich sowohl an der klassischen Kinderbuchliteratur, so an Michael Ende oder Otfried Preußler, aber es sind auch neue Formate und Geschichten dabei. So kommen auch Adaptionen aus Fernsehsendungen wie aktuell Feuerwehrmann Sam zum Zug, der für die „Krümel“ am 11. Februar live zu sehen sein wird. Die „Kekse“ können sich am 17. Dezember auf den Kinderbuchklassiker „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ freuen.

Engagiert werden Ensembles, die sich auf Kindertheater spezialisiert haben oder die das zu ihrem normalen Repertoire anbieten. Und die kommen aus ganz Deutschland, zurzeit aus Hildesheim, Castrop-Rauxel, Mannheim oder Bad Homburg. „Wir haben mit einigen Ensembles schon mehrfach zusammengearbeitet und wissen, dass sie eine super-spannende Inszenierung bieten. Es gibt eine gute Mischung aus Schauspiel, Puppentheater und Musik“, betont Schrader. Schließlich muss auf der Bühne immer etwas los sein.

Kindgerecht gehalten ist auch die Länge der Stücke, die eine bis eineinhalb Stunden dauern. Genutzt wird die Studiobühne, auf der 200 Zuschauer Platz haben, oder auch das große Theater. „Gedacht ist das Angebot, um Kinder an die Kulturpraxis Theater heranzuführen“, erklärt Schrader.

Zudem gibt es so die Möglichkeit, die Zeit mit der Familie zu nutzen. Den Familien, Eltern, oder Großeltern wird so die Möglichkeit gegeben, unkompliziert ein Theaterstück mit den Kindern zu genießen. Zur Weihnachtszeit gibt es ein Weihnachtsmärchen, bei dem auch noch Dreijährige zu Gast sind.

„Für Schüler ab der 5. Klasse bieten wir dann Aufführungen in Absprache mit den Schulen an. Das gehört aber nicht in das Kids-Theater“, so Schrader. Das Programm wird von Jahr zu Jahr variiert. Die Eltern oder Großeltern nutzen oftmals auch das Angebot für Erwachsene. Weitere Informationen zum Stadthallenangebot für Kinder erfährt man unter www.stadthalle-gifhorn.de.

Von Burkhard Ohse

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