Die Glüsinger Autorin Beate Winter liest in Gifhorn aus Erstlingsroman / Nächster Fall spielt im Nordkreis

Ein Krimi aus dem und für den Landkreis Gifhorn

+
Beate Winter las aus ihrem ersten Roman bei Bücher Nolte. Viele Interessierte lauschten dem Regio-Krimi.

ard Gifhorn. Lutz Dänzer war begeistert. „Der Kriminalroman liest sich sehr gut, und vor allem gibt es einen Lokalbezug. Man kennt vieles und es kommt einem vertraut vor“, lobte der Chef der Buchhandlungen Dänzer und Bücher Nolte den ersten Roman von Beate Winter.

Lebensnah und nicht überzogen sei der Roman, urteilte Dänzer, nicht dem derzeitigen Krimi-Trend mit großer Brutalität und übertriebenen Psychospielchen folgend. Auch die Gäste der Lesung bei Bücher Nolte in Gifhorn waren begeistert und lauschten mit Spannung dem, was die Glüsingerin in ihrem Erstlingswerk verarbeitet hatte.

Die Geschichte spielt in Gifhorn und Isenbüttel, sagte die gebürtige Grußendorferin, die in Transvaal aufwuchs, und las einige spannende Passagen des Falls von Kommissar Frommelt, der den Tod eines kleinen Mädchens aufklären muss. Der mutmaßliche Mord geschah in den Glockwiesen in Isenbüttel. „Die Straße gibt es wirklich“, erfuhren die Zuhörer, die angegebene Hausnummer allerdings nicht.

„Ich schaue mir die Plätze, an denen meine Geschichten spielen, vorher genau an, aber ich wollte vermeiden, dass ein real existierendes Haus einen zweifelhaften Ruf bekommt“, erklärte Winter. Die übrigen Gegebenheiten, etwa in der Gifhorner City, waren spürbar lebensnah dargestellt.

Nicht gleich der erste Verlag erklärte sich bereit, das Werk herauszugeben, sagte Winter, etliche Bewerbungen seien nötig gewesen. Gearbeitet hat sie an dem Roman, der den Titel „Blauäugig“ trägt, rund drei Jahre, allerdings mit Pausen. „Meist setze ich mich morgens hin und schreibe bis mittags“, berichtete sie, wenngleich ihr gute Ideen auch am späten Abend kommen. Die seien dann aber oftmals wieder verschwunden, weil sie sich vor dem Einschlafen keine Notizen mache. Zettel mit Ideen seinen jedoch in ihrer Wohnung zu finden. Karteikarten mit Charakteren, die sämtlich erfunden sind, ebenfalls.

Bisher hatte Winter, die eine Ausbildung an der Schule des Schreibens in Hamburg absolviert hat, Kurzkrimis unter anderem für Illustrierte geschrieben. „Blauäugig“ ist der erste lange Roman. Ein zweites Werk ist in Arbeit. Und da geht es wieder um einen Fall von Frommelt, der diesmal im Nordkreis spielt. „Wittingen und Knesebeck werden die Schauplätze sein“, verrät Winter.

Wie der erste Fall ausgeht, verriet sie dagegen nicht. Wer das Ende erfahren möchte, kann sich das Buch ab sofort im Buchhandel erwerben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare