„Wir sind vorbereitet“

Krankenhäuser in Gifhorn und Wittingen im Corona-Alltag

Die Fallzahlen an Covid-19 Infektionen steigen auch im Landkreis Gifhorn. Die Helios Kliniken in Gifhorn und Wittingen sind vorbereitet und haben erste Vorkehrungen getroffen.
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Die Fallzahlen an Covid-19 Infektionen steigen auch im Landkreis Gifhorn. Die Helios Kliniken in Gifhorn und Wittingen sind vorbereitet und haben erste Vorkehrungen getroffen.

Gifhorn/Wittingen – Die Krankenhäuser im Landkreis Gifhorn reagieren auf die erhöhten Infektionszahlen. Sowohl im Helios-Klinikum Gifhorn, als auch bei der Wittinger Helios-Klinik herrscht Besuchsverbot (das IK berichtete).

Aber was bedeuten die erhöhten Corona-Fallzahlen für den Krankenhausbetrieb? Gibt es Engpässe oder Komplikationen?.

Die Situation in Gifhorn

Im Gifhorner Krankenhaus sind die Verantwortlichen auf die kommende Zeit vorbereitet. Schließlich betreuen sie schon seit März, also schon zu Beginn der Pandemie, Covid-Patienten. Das bestätigt auch Lisa Iffland, Pressesprecherin des Gifhorner Helios-Klinikums. „Wir sind dadurch auch auf einen möglichen Anstieg schwer verlaufender Covid-19-Erkrankungen vorbereitet.“ Dazu halten die Verantwortlichen entsprechend der dynamischen Entwicklung und der aktuellen Bestimmungen ausreichend Kapazitäten frei. Im Helios Klinikum Gifhorn gibt es 14 Intensivbetten. „Bei Bedarf kann die Anzahl mit 12 weiteren Betten innerhalb von 72 Stunden aufgestockt werden“, beschreibt sie die Gegebenheiten. Zwei Betten müssen für Covid-19 Patienten freigehalten werden. Die Isolierstation steht mit 15 Betten ebenfalls zur Verfügung.

Kapazitäten sind also in Gifhorn vorhanden. Zurzeit sind neun Intensivbetten belegt. Im Moment (Stand Montag, 19. Oktober), werden vier Patienten mit einer Sars-Covid-19 Infektion behandelt, bestätigt Iffland. „Im Vergleich mit den Infektionszahlen im Sommer ist die Anzahl der Patienten mit einer Covid-19-Erkrankungen leicht gestiegen.“

Darauf haben die Verantwortlichen mit einem erneuten Besuchsverbot reagiert. Eine Ausnahme sind werdende Väter oder eine Begleitperson, welche bei der Geburt ihres Kindes anwesend sein dürfen, danach das Klinikum in Gifhorn allerdings verlassen müssen. Die Begleitperson muss frei von Infektionen sein und während des Klinikaufenthalts einen Mundschutz tragen. „Weitere Ausnahmen gelten für Angehörige von palliativ versorgten Patienten, Eltern von Kindern unter 16 Jahren sowie gesetzliche Betreuer“, sagt Iffland.

Die Situation in Wittingen

Die Voraussetzungen sind in der Wittinger Klinik andere: Dort werden keine Patienten mit schweren Corona-Verläufen behandelt, das bestätigt die Pressesprecherin Sonja Mengering. Der Krankenhausalltag laufe ohne Einschränkungen. „Wir führen alle geplanten ambulanten und stationären Eingriffe und Behandlungen durch und versorgen auch weiterhin alle Patienten, die sich als Notfall bei uns vorstellen.“

In Wittingen gibt es keine intensivmedizinischen Behandlungs- und Beatmungsmöglichkeiten. „Dadurch haben wir keine Möglichkeit, Covid-19-Patienten zu kohortieren. Deshalb können wir Patienten mit Verdacht auf Covid- 19 sowie Patienten, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, nicht in der Klinik aufnehmen.“ Diese Patienten werden zum Beispiel in die Helios Kliniken nach Gifhorn und Uelzen verlegt. „Mit denen arbeiten wir eng zusammen.“ Nur im Notfall könnten Patienten in der Klinik vorbereitet werden.

Auch in Wittingen gibt es inzwischen erneut ein Versuchsverbot. „Das ist eine rein vorsorgliche Maßnahme“, erklärt Mengering. „Diese haben wir zum Schutz für unsere Patienten und Mitarbeiter getroffen.“ Dass das den Patienten und ihren Angehörigen viel abverlangt, sei den Klinikverantwortlichen bewusst. „Jedoch erhöhen soziale Kontakte das Infektionsrisiko.“ Als Gesundheitsversorger obliege der Klinik eine besondere Verantwortung. Mit dem frühzeitigen Besucherstopp soll dieser Verantwortung auch in der Wittinger Klinik nachgekommen werden. VON HILKE BENTES

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