Auf der Teststrecke in Ehra-Lessien lernen die Profis vom VfL Wolfsburg viel über sicheres Fahren

„Komm, Julian, wir fahren nochmal“

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Julian Draxler bekommt Tipps während der Offroad-Tour: Es ging durch hügeliges Gelände.

Ehra-Lessien. „Das hier ist eine Premiere. Zum ersten Mal nimmt auch das Team 19 des VfL an unserem Fahrsicherheitstraining teil“, leitet Gerd Voss, Sportkommunikation VW, den sportlichen Nachmittag ein.

Hier konnten Mario Gomez und Julian Draxler ordentlich Tempo machen: Bei der Hasenjagd wurden ihre Kurven-Künste unter Beweis gestellt.

„Diese so genannte Driving Experience hat schon Tradition bei uns. Doch nun sind nach Wunsch von Klaus Allofs auch die Jüngsten dabei.“

Denn am Dienstag fanden sich auf dem Volkswagen-Testgelände in Ehra-Lessien neben den VfL-Profis auch das Frauen-Team und die U 23- und U 19-Teams ein. VW bot den Fußballern die Möglichkeit, ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren.

Fahrsicherheitstrainer Kris Heidorn erklärt den Fußball-Profis, was bei den unterschiedlichen Modulen zu beachten ist.

„Die Blickführung ist beim Autofahren genauso wichtig wie beim Fußballspielen: Wenn man das Ziel nicht anvisiert, erreicht man es auch nicht“, erklärt Fahrsicherheitstrainer Martin Escher. Die Teilnehmer wurden anschließend in sechs Gruppen eingeteilt und konnten dann mit bereitstehenden Wagen zu den dazugehörigen sechs Stationen fahren. 40 Schulungsfahrzeuge der Modelle Golf, Passat, Tiguan und Touareg, darunter erstmals auch Elektromodelle, stellte die Volkswagen Driving Experience bereit. Die Fußballer erwarteten Stationen wie eine Offroad-Tour, ein Spurenwechsel, ein Start-Stopp-Wettbewerb, eine sogenannte Hasenjagd und ein Park-Training. Zudem konnten sich die Fußballer mit einem Rettungssimulator in einem Auto auf den Kopf stellen lassen oder mit einer 1,6 Promille mimenden Rauschbrille einen Slalom-Parcour durchlaufen. Für die Teilnehmer, die keinen Führerschein besitzen, bot Volkswagen ein Beifahrerprogramm an.

Klaus Allofs macht sich selbst ein Bild: Die Wolfsburger freuten sich über das neue Fahrzeug im VfL-Style.

Neben den großen Aktionen gab es auch Einweisungen in richtigem Sitzen: Der Sitz des Autos solle immer so gerade stehen wie möglich. Ebenso sei die Armhaltung dabei wichtig: Die Arme sollen nicht waagerecht gespannt sein, sondern einen 90-Grad-Winkel in den Armbeugen bilden, so die VW-Trainer. Für Gomez und Co. ging es zunächst einmal zu der geplanten Offroad Tour. Hier überwand die Gruppe ein hügeliges Gelände, auf dem teilweise Berge mit 30 Prozent Steigung auf sie warteten.

Bei dem Modul Spurenwechsel sollten die Teilnehmer dann gebremst und ungebremst die Fahrstreifen wechseln und dabei das Fahrzeug bei höheren Geschwindigkeiten stabilisieren.

Die Rauschbrille hat es in sich: Nach ihren Selbstversuchen war den Fußballern ganz schön schwindelig.

Auch Stationen wie „Start-Stopp“ oder „Hasenjagd“ sorgten bei den Teilnehmern für Adrenalin. Bei Ersterem mussten drei Fahrzeuge auf einer Geraden beschleunigen und dann auf einer Ziellinie zum Stehen kommen. Gewonnen hat hierbei nicht derjenige, der als erstes durch das Ziel fährt, sondern derjenige, der am Ende direkt auf der Linie steht, wie die Trainer erklären.

Bei der Hasenjagd konnten sich die Fußballer in einem markierten Oval ein Rennen liefern. Zwei bis drei Runden fuhren die Teilnehmer gegeneinander. Das geschickte Kurvenfahren stand dabei im Fokus. Bei dieser Aufgabe zähle jedoch nicht nur die Schnelligkeit, sondern auch das sichere Fahren, so der Fahrsicherheitstrainer Kris Heidorn. Während eines Rennens fuhren Fußball-Profis Mario Gomez und Julian Draxler in einem Wagen gegen ihre Teamkollegen. Die quietschenden Reifen und die lachenden Gesichter sprachen Bände.

Auch Dieter Hecking war mit von der Partie: Probesitzen und mehr auf dem Prüfgelände.

„Ich war noch nie vorher hier, das ist das erste Mal. Es ist sehr spannend und macht Spaß“, erklärte Gomez nach dem Rennen. „Ich habe vieles gelernt. Vor allem was ein Auto doch so alles kann. Gerade bei diesen Ausweichmanövern denkt man, das Auto überschlägt sich sofort. Aber es hat eine Wahnsinns-Flugkraft.“ Direkt im Anschluss stiegen Gomez und Draxler noch ein weiteres Mal in den Wagen: „Komm, Julian, wir fahren nochmal!“

Nach dem insgesamt vierstündigen Programm konnten die Teilnehmer den Tag bei einem gemütlichen Barbeque ausklingen lassen. Nach dem Essen sollten dann noch Preise für die besten Fahrer des Tages verliehen werden. Da sich die Jury in dem Punkt nicht entscheiden konnte – es hatten alle Teilnehmer gute Leistungen erzielt – wurden die Preise ausgelost. Die Glücklichen unter den Damen waren Anna Blässe, Zsanett Jakabfi, Luisa Wensing, Babett Peter und Almuth Schult. Bei den Männern gewannen Marcel Schäfer, Heribert Rüttger, Koen Casteels, Yannick Gerhardt und Michele Putaro. Die Preise bestanden aus Gutscheinen für ein Offroad-Fahrerlebnis in sandigem und schlammigem Gelände.

Ein Sonderpreis für das schönste Hupkonzert des Tages ging an Ricardo Rodriguez: Weil dieser sich einen Spaß daraus machte, lautstark die Hupe zu testen, verlieh Volkswagen ihm eine Pylone mit eingebauter Hupe. Unter Beifall seiner lachenden Mitspieler nahm Rodriguez sein Geschenk entgegen. Zum Schluss fand neben einigen anderen auch Klaus Allofs abschließende Worte: „Ich möchte mich für diese tolle Möglichkeit bedanken. Das ist eine wichtige und sinnvolle Sache.“

Von Alina Pleuß

Fotostrecke

VfL-Cracks auf der Teststrecke

VfL-Cracks auf der Teststrecke

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