Protestbündnis fordert mehr Geld für medizinische Leistungen / Gifhorn beteiligt sich

Kliniken schlagen Alarm

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Das Klinikum Gifhorn ist eines von 15 Krankenhäusern im Osten Niedersachsens, die gestern gemeinsam eine bessere Refinanzierung ihrer Leistungen gefordert haben.

Landkreis Gifhorn/Wolfsburg. In einem Protestbündnis machen 15 Krankenhäuser aus dem Osten Niedersachsens ihrem Unmut über die Refinanzierung ihrer Leistungen durch Politik und Krankenkassen Luft.

Die in der Bezirksarbeitsgemeinschaft Braunschweig der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG) organisierten Kliniken erklärten gestern in Wolfsburg, dass die gute Versorgung der Patienten „wegen des desolaten Finanzierungssystems“ akut bedroht sei.

Auch das Klinikum Gifhorn beteiligte sich an den Protesten, ebenso 14 weitere Einrichtungen in kommunaler, freigemeinnütziger oder privater Trägerschaft. Viele von ihnen hätten 2012 nur mit Mühe ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt, einige gar mit einem deutlichen Defizit abgeschlossen, teilte die NKG mit. Für 2013 sei eine weitere Verschlechterung zu erwarten.

Gemeinsam fordern die Krankenhäuser die Politik deshalb auf, umgehend die wirtschaftliche Stabilität der Kliniken wieder herzustellen und die medizinische und pflegerische Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. „Wir benötigen sofort politische Hilfe, um die zuverlässige Versorgung der Patienten weiter sicherzustellen und den hoch qualifizierten Beschäftigten zufriedenstellende Arbeitsbedingungen sowie auch in Zukunft ein angemessenes Einkommen anbieten zu können“, heißt es in dem Appell.

Von Bernd Schossadowski

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