Gifhorn: Musikalisches Feuerwerk bei Benefizkonzert zugunsten von „ready4work“

Klanggenuss für einen Azubi

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Souverän und locker dirigierte Hans Ulrich Kolf am Freitagabend das Philharmonic Volkswagen Orchestra in Gifhorn.

Gifhorn. Thomas Fast, Bankdirektor der Volksbank Braunschweig-Wolfsburg, rechnete es den Gästen am Freitagabend in der voll besetzten Gifhorner Stadthalle zu Beginn des Benefizkonzerts zugunsten der Ausbildungsplatzinitiative „ready4work“ vor.

„Eintritt 15 Euro pro Person, 500 Gäste, macht 7500 Euro. Das reicht für einen weiteren Ausbildungsplatz für benachteiligte Jugendliche in der Region, in den das Geld eins zu eins investiert wird.“

Für den Eintritt bekamen die Gäste auch etwas geboten. Das Philharmonic Volkswagen Orchestra spielte kostenlos, aber nicht umsonst, für den guten Zweck. Außerdem hatte die Volksbank die Saalmiete übernommen.

Insofern gab es nur Gewinner. Die Musiker taten mit ihrer Kunst eine gute Tat, ein künftiger Auszubildender kann loslegen und die Gäste trugen nicht nur ihren finanziellen Teil dazu bei, sondern kamen in den Genuss des Benefizkonzerts, das mit einem Trommelwirbel begann.

Das Orchester spielte, wie jedes Jahr, für den guten Zweck.

„Das Orchester des Konzerns ist nunmehr bereits seit vielen Jahren dabei“, sagte Fast. Die Initiative „ready4work“ mit VW-Gewerkschaftschef Bernd Osterloh und Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs an der Spitze sowie Albrecht Düsel als Regionalvorstand für Gifhorn ist seit 2004 für den Zweck, zusätzliche Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche zu schaffen, unterwegs. „575 zusätzliche Ausbildungsplätze konnten bereits finanziert werden“, zog Fast, der mit Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich die Schirmherrschaft für das Konzert innehatte, Bilanz.

Derzeit stehen für 1332 Jugendliche Bewerber lediglich 943 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Fehlen also 389 Plätze, sagte Fast. Die Zahlen konnten die Besucher sacken lassen – beim musikalischen Dahinfließen der Moldau von Bedrich Smetana zur Ouvertüre, zur Oper „Die diebische Elster“ von Gioachino Rossini, zum flotten „Danse Bacchanale“ von Camille Saint-Saëns oder zur schmissigen „Light Cavalry“ von Franz von Suppé. Von Suppé, Johann Strauß mit Wiener und Kaiser-Walzer oder Leroy Anderson mit mehreren Stücken ergänzten die musikalische Vielfalt nach der Pause.

Dirigent Hans Ulrich Kolf leitete sein Orchester sicher und unaufgeregt durch die vorgestellte Musikwelt unter dem Motto „Feuerwerk der leichten Muse“, das in den Spielpausen zwischen den Stücken mehrmals von leisem Handyklingeln einiger Besucher begleitet wurde.

Von Burkhard Ohse

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