Sukzessive Sanierungen

600 Kilometer reichen nicht – Landkreis baut Radwegenetz aus

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Der Landkreis Gifhorn will sein über 600 Kilometer langes Radwegenetz sukzessive ausbauen und sanieren. 

Landkreis Gifhorn – Seit einigen Jahren investiert der Landkreis Gifhorn vermehrt in die Sanierung und Instandhaltung der bestehenden Kreisstraßen.

Anhand zweier Maßnahmepools, in denen die Prioritäten nach der Zustandsbewertung und der Verkehrsdichte festgelegt werden, geht man sukzessive an das Netz heran (das IK berichtete). Parallel dazu will man auch das Radwegenetz verbessern.

Dr. Andreas Ebel, Landrat

„Der Landkreis Gifhorn hat im Vergleich wenige Radwege“, erklärt Landrat Dr. Andreas Ebel. Zwar ist das Radwegenetz laut dem Fachbereichsleiter des Kreisstraßenwesens, Uwe Peters, über 600 Kilometer lang, aber andere Landkreise hätten deutlich mehr. Mit Blick auf Sicherheit und Tourismus will man dieses nun weiter ausbauen. Der Kreis arbeite dabei zwar nicht alleine, werde die Maßnahmen aber zentral managen. „Im Mai ist ein Treffen mit zehn Bürgermeistern angesetzt“, berichtet Ebel. Man werde da eng mit dem Land und den Gemeinden zusammenarbeiten.

Um handlungsfähiger zu sein, hat Ebel in Hannover darum ersucht, dass der Landkreis den Straßen- und Radwegebau selbst koordiniert, das Land lediglich finanzielle Mittel bereitstellt. „Da haben wir einen Korb bekommen“, bedauert Ebel. Man werde die Infrastruktur, die auch wichtig für ein angenehmes Lebensgefühl im Kreis sei, weiter ausbauen, aber so sei das Vorhaben immer auch von Faktoren außerhalb des Kreises abhängig.

Dafür wurden für den Zeitraum zwischen 2017 und 2020 vier Millionen Euro bereitgestellt. Anhand neuer Prioritätenfaktoren – etwa wird nach dem Aspekt „Schülerverkehr“ bewertet, anstatt dass alle Kreisstraßen, die weiter als 7,5 Kilometer von einer Schule entfernt liegen, unbeachtet bleiben – wurde eine Maßnahmenliste erstellt. Es stehen auch Radwege aus dem Isenhagener Land weit oben mit dabei: An der K 11 und K 12 bei Hankensbüttel soll ein Neubau stattfinden.

Auch die Sanierung der bestehenden Radwege soll vorangetrieben werden. Anhand des Oberflächenzustandes, der Verkehrsbelastung sowie der Nutzung durch Schüler, Touristen oder zur Freizeit wurde auch hier erstmals 2013 eine Prioritätenliste erstellt. Noch in diesem Jahr soll der Radweg an der K 7 zwischen Wagenhoff und Wesendorf saniert werden.

VON DENNIS TESCH

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