Keine Angst vor EHEC

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Bis gestern starben 29 Menschen an der EHEC-Infektion. Die Quelle des Virus´ ist noch nich zu 100 Prozent identifiziert. Vor Gemüsekonsum schreckt das allerdings nicht ab.

Wittingen. Das EHEC-Virus beschäfftigt Wissenschaftler bereits seit Wochen und beherrscht die Medien ebenfalls. Zunächst gerieten spanische Gurken in das Visier der Forscher. Nun sind es Sprossen aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Bienenbüttel. Aber auch dort fehlt noch die 100-prozentige Gewissheit, dass der Ausbruchsherd in dem Betrieb liegt.

Trotz der vielen Berichte und der Gefahr, dass eine Infektion tödlich Enden kann, gingen die Befragten mit dem Thema locker um. Die meisten kaufen weiterhin ein, wie bisher. Und auch die Nähe zum möglichen Ausgangspunkt des Virus in Bienenbüttel sorgt nur für wenig Angst. „Ob der EHEC nun aus Bienenbüttel oder München kommt, der Virus verbreitet sich sowieso“, meinte Mandy Mücke. Einige gehen sogar mathematisch an die Sache heran. Bei aktuell 29 Toten in Deutschland rechnet kaum jemand damit, wegen des Darmkeimes zu sterben.

Gestern haben die Fahnder eine weitere Spur gefunden. Nach einer Familienfeier im Landkreis Göttingen sind von 70 Gästen fünf mit EHEC-Symptomen ins Krankenhaus gekommen. Bei zwei Personen wurde der Virus nachgewiesen. Die Gesellschaft wurde von einem Caterer aus dem Landkreis Kassel beliefert. Von dieser Fährte erhoffen sich die Fahnder weitere Rückschlüsse auf die Verbreitungsquelle der Darminfektion.

Von Marco Heide

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