Gifhorn: Psychiatrische Tagesklinik eröffnet erst Ende Juni 2012

„Kein Grund zur Sorge“

Die Wartezeit auf den Neubau der Tagesklinik verlängert sich noch etwas. Bis dahin bleibt der Sitz der Tagesklinik im Gifhorner Kreiskrankenhaus an der Bergstraße. Foto: pixelio.de

Landkreis Gifhorn. Im vergangenen Jahr wurde auf dem Gelände des Klinikums Gifhorn eine psychiatrische Tagesklinik eingerichtet. Eigentlich sollte mit dem Neubau auf dem Gesundheitscampus an der Lüneburger Straße in Gifhorn bereits begonnen werden.

Wie sich nun herausstellt, wird sich das 1 Million-Vorhaben etwas verzögern.

„Es besteht aber kein Grund zur Sorge“, versichert Erste Kreisrätin Ingrid Alsleben gegenüber dem IK. Da sich das Land Niedersachsen an den Baukosten beteiligt, bedarf dieses umfangreicher Berechnungen, die wiederum, so Alsleben, von der Oberfinanzdirektion geprüft werden. „Die AWO dachte nun, dass die Bewilligungsbehörde erst im Dezember tagt, das hat sie aber nun schon früher. Daher hatte die AWO ihre Unterlagen noch nicht fertig“, erläutert Alsleben im IK-Gespräch.

Das sei aber nicht so schlimm. Die AWO hoffe nun, in der nächsten Bewilligungsrunde, die noch in diesem Jahr stattfinden soll, berücksichtigt zu werden. „Der Neubau verzögert sich also um ein paar Monate. Zum 30. Juni 2012 soll der Neubau fertig gestellt sein. Der Bau an sich wird schnell gehen, es handelt sich um eine Modulbauweise“, berichtet die Erste Kreisrätin.

Vor gut einem Jahr hat das AWO-Psychiatriezentrum auf dem jetzigen Klinik-Gelände in Gifhorn eine Tagesklinik eröffnet. Wie Alsleben sagt, wird dort der Vertrag mit der Rhön-Klinikum GmbH verlängert. „Es wäre schlimmer, wenn wir noch gar keine Tagesklinik hätten. So können wir das Ganze relativ entspannt sehen“, blickt die Erst Kreisrätin entspannt in die Zukunft.

Das war allerdings nicht immer so. Zehn Jahre lang hat sich das Fachkrankenhaus in Königslutter mit Anträgen beim Sozialministerium um eine tagesklinische Einrichtung für Psychiatrie und Psychotherapie bemüht. Betreiber ist also das AWO-Psychiatriezentrum in Königslutter. Durch die Tagesklinik kann eine stationäre Unterbringung möglicherweise verhindert oder verkürzt werden. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der zu behandelnden Menschen aus dem Landkreis Gifhorn in Königislutter um 30 Prozent angestiegen.

Geplant ist eine Klinik mit 14 Plätzen – ohne Betten, aber mit einem kompletten medizinischen Angebot. Die Tagesklinik ist für Patienten, die zwischen stationär und ambulant schweben. Zudem ist eine präventive Behandlung möglich, die zudem auch Entlassungen beschleunigt.

Die Patienten erhalten ein komplettes diagnostisches, medizinisches, psycho- und soziotherapeutisches Angebot, was durch ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen, Krankenpflegern, Sozialarbeitern, Ergo- und Physiotherapeuten sichergestellt wird.

Von Carola Peiser

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