Kein Dienst per Fahrrad

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Gifhorns Polizeipressesprecher Thomas Reuter versichert: Kein Polizist wird im Kreis Gifhorn seinen Dienst per Fahrrad oder zu Fuß absolvieren.

Landkreis Gifhorn. Unter den hohen Spritspreisen leidet nicht nur die Bevölkerung. Auch die Beamten bekommen die Auswirkungen zu spüren. Werden die Polizeibeamten in Zukunft nur noch hoch zu Ross oder mit dem Fahrrad unterwegs sein?

„Nein, das gilt nur für die Bundespolizei“, beschwichtigt Gifhorns Polizeipressesprecher Thomas Reuter. Bislang wird im Landkreis Gifhorn kein Polizeibeamter zu Fuß oder mit dem Fahrrad seinen Dienst versehen müssen – es sei denn, man möchte. Reuter: „Sicher kann man zu Fuß Streife gehen oder mit dem Rad fahren, aber das ist nur in Gifhorn möglich und nicht in der großen Fläche.“

Direkt zum Sparen angehalten sind die Beamten im Landkreis Gifhorn nicht, wohl aber gibt es, so Reuter, Hinweise, wie man spritsparend fahren kann. Ansonsten habe die Bundespolizei, ehemals BGS, ihr eigenes Haushaltsbudget. „Ich könnte mir vorstellen, dass die Kollegen zum Sparen angehalten worden sind. Die legen aber auch ganz andere Strecke zurück – zum Beispiel von Fußballspiel zu Fußballspiel“, erläutert Reuter.

Empört von den Sparmaßnahmen und den Anordnungen, verstärkt auf dem Fahrrad Dienst zu tun, zeigt sich Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf der Internetseite der GdP. Es könne nicht sein, dass bei polizeilichen Streifenfahrten inzwischen Fahrtstreckenbeschränkungen angeordnet würden. Grund für die Sparmaßnahmen sind die Folge der Finanzkrise und die hohen Spritpreise.

Reuter versichert: „Wir werden auch künftig weiter Einsätze fahren.“ Spritpreise hin, Spritpreise her. Und seit es im Landkreis keine Bundespolizei mehr gebe, bestünden auch kaum noch Berührungspunkte.

Von Carola Peiser

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