Knollen werden im Handel zunächst nicht preiswerter

Kartoffelpreise im Keller

Trotz des Ausbruchs der Kartoffelkrautfäule im Juni können die Landwirte der Region über die Erträge der zurzeit laufenden Ernte nicht klagen. Allerdings haben sich die Erzeugerpreise in diesem Jahr gegenüber 2013 halbiert.
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Trotz des Ausbruchs der Kartoffelkrautfäule im Juni können die Landwirte der Region über die Erträge der zurzeit laufenden Ernte nicht klagen. Allerdings haben sich die Erzeugerpreise in diesem Jahr gegenüber 2013 halbiert.

Landkreis Gifhorn. Im Juni sorgten sich die Landwirte um ihre Kartoffeln. Die Krautfäule machte sich auf den Feldern breit. Die Bauern füllten ihre Ackerspritzen, um gegen den Pilz, der ganze Ernten vernichten kann, anzugehen.

Jetzt läuft die Ernte und die Sorgen sind nicht weniger geworden. Im Gegenteil: Die Ernte ist von Qualität und Menge in Ordnung, der Erzeugerpreis ist in diesem Jahr abgestürzt. Nur: An die Verbraucher werden die dramatisch gesunkenen Preise für die Knollen vom Lebensmittel-Einzelhandel derzeit nicht weitergegeben, weiß Thorsten Riggert. Der Landwirt aus dem benachbarten Landkreis Uelzen ist Vorsitzender des Bauernverbandes Nordostniedersachsen. Bekamen er und seine Kollegen im vergangenen Jahr noch 20 Euro für 100 Kilogramm, sind es in diesen Tagen nur noch zehn Euro. „Händler haben bereits durchblicken lassen, dass sie in Kürze für 100 KIilo vielleicht nur noch sieben Euro zahlen werden“ sagt Riggert.

Von Jens Schopp

Mehr zu den Kartoffelpreisen lesen Sie am Mittwoch im E-paper und in der Printausgabe des IK.

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