Zusätzliche Stellen größtenteils besetzt / Abordnungen wird es dennoch geben

Kampf gegen Lehrermangel

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Das Land Niedersachsen sucht Lehrer, noch sind nicht alle Stellen besetzt.

Landkreis Gifhorn. Lehrermangel: ein Thema, das Niedersachsen momentan sehr beschäftigt. Immer mehr Quereinsteiger finden den Weg in diesen Beruf, dennoch ist die Nachfrage weiterhin hoch.

Die Landesregierung hatte versprochen, 2000 Lehrer einzustellen, dieses Vorhaben scheint auf einem guten Weg. Dennoch: Abordnungen wird es auch weiterhin geben.

„Das Einstellungsverfahren zum neuen Schuljahr läuft derzeit noch auf Hochtouren“, erklärt Bianca Schöneich, Pressesprecherin der niedersächsischen Landesschulbehörde. „Wir arbeiten intensiv daran, möglichst viele der derzeit landesweit 2000 ausgeschriebenen Stellen zu besetzen.“ Die Anzahl der erfolgreich besetzten Lehrerstellen ändere sich in einem laufenden Verfahren quasi minütlich, Zahlen hätten daher lediglich eine vorläufige Aussagekraft. Mit Stand zu Wochenbeginn waren bereits 1822 Stellen besetzt, das Einstellungsverfahren läuft aber noch bis zum 31. August.

Im laufenden Verfahren sind noch sehr viele Bewerber mit Lehramtsausbildung im System, wie die Pressesprecherin bestätigt. Dazu kommt aber auch eine sehr hohe Zahl an Quereinsteigern, die Interesse daran haben, als Lehrkraft im Landesdienst zu arbeiten. „Auch dieses Potenzial an möglichen Lehrkräften wird sehr genau in den Blick genommen, um das Ziel, die Unterrichtsversorgung zu verbessern, zu erreichen“, betont Schöneich. „Wir richten derzeit alle Kraft darauf, so viele Lehrkräfte wie möglich einzustellen.“

Oberstes Ziel sei es, mit den zugewiesenen Stellen eine landesweit ausgewogene bedarfsgerechte Versorgung mit Lehrkräften an den öffentlichen Schulen zu erreichen, mindestens aber eine ausgewogene Versorgung zwischen den Schulformen in einem Landkreis.

Da das Einstellungsverfahren noch läuft, kann sich auch die Anzahl der Abordnungen bis zum Abschluss des Einstellungsverfahrens noch ändern. „Grundsätzlich gilt: Je mehr Stellen im noch laufenden Einstellungsverfahren erfolgreich besetzt werden können, desto weniger Abordnungsmaßnahmen werden letztlich notwendig sein“, erklärt Schöneich.

Neben den laufenden Einstellungen können sich die Bedarfe an abzuordnenden Lehrkräften auch durch andere Faktoren wie die frühere Rückkehr aus Elternzeit, die Aufstockung von Teilzeit sowie die Einstellung von qualifizierten Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern noch einmal verändern. Schulformgleiche und schulformübergreifende Abordnungen werden in gewissem Umfang weiterhin notwendig sein.

Von Dennis Klüting

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