Ergebnisse der EPS-Bekämpfung im Kreis Gifhorn werden für Ende Mai erwartet

Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner: 540 Hektar besprüht

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Landrat Dr. Andreas Ebel ist zufrieden mit dem Verlauf der Bekämpfung des EPS. Insgesamt wurden 540 Hektar vom Boden und aus der Luft besprüht. 

Gifhorn – „Alles lief reibungslos. Es gab keine Komplikationen. Ich bin froh, dass es so gut funktioniert und dass das Wetter mitspielt. “

Landrat Dr. Andreas Ebel ist zufrieden mit dem Verlauf des ersten Besprühens gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS), zumal die Aktion für den Landkreis eine Premiere ist.

Dr. Andreas Ebel, Landrat 

„Es hat viel Zeit im Vorfeld gekostet, viele Sitzungen der Arbeitsgruppe und mit Verbänden, das vorzubereiten“, führte er aus. Denn unter anderem sind Straßensperrungen nötig, wenngleich das verwendete Mischverhältnis mit Namen „Foray ES“, das auf dem biologischen Wirkstoff „Bacillus Thuringiensis“ basiert, für den Menschen nicht gefährlich ist. Das Mittel setzt sich auf die Blätter, wird von den blattfressenden Insekten inkorporiert und führt im Magen der Raupen zu Reaktionen, die ein Absterben der Raupe verursachen.

Am Dienstag war der Hubschrauber nach Montag ein weiteres Mal in der Luft, die Zusammenarbeit vor allem mit den Feuerwehren, die unter anderem für die Straßenabsperrungen sorgten, verlief ebenfalls sehr gut. Lediglich der Wettergott verhinderte den Start der Bekämpfung schon am Freitag, an den ersten beiden Wochentagen war das Wetter dagegen ideal. Während am Montag vor allem das gemeindefreie Gebiet Giebel und der Kaiserwinkel im Focus waren, ging es heute weiter ins Zentrum und den Norden des Landkreises.

Anhand der gesperrten Straßen, unter anderem auch die B 4 zwischen Ausbüttel und Gifhorn/Heidland sowie Wagenhoff und Groß Oesingen und der B 188 Dannenbüttel-Osloß, Meinersen-Gifhorn und ebenfalls Gifhorn/Heidland merkten auch die Autofahrer, wo der Einsatz erfolgte. Im Stadtgebiet Wittingen an der B 244, den Samtgemeinden Boldecker Land und Brome (B 248) sowie den Gemeinden Sprakensehl, Müden und Meine kam es allerdings höchsten zu 15-minütigen Verkehrsstaus. Die Autofahrer mussten Umleitungen in Kauf nehmen.

Inwieweit die Bekämpfung erfolgreich war, soll Ende des Monats durch Experten des Forsts beurteilt werden. „Die abgestorbenen Raupen des EPS, die noch keine Härchen entwickelt haben, fallen vom Baum“, sagt Ebel. Ganz ausgerottet wird der EPS nicht werden, auch wird das Mittel eine Weile zum Wirken brauchen, prognostiziert Ebel. Im kommenden Jahr wird daher wohl eine weitere Bekämpfung des Insekts nötig werden. Aber immerhin kann der Landkreis dann auf die jetzt gemachten Erfahrungen und vor allem die Planungen dieses Jahres zurückgreifen, bei denen der Landkreis, die Samtgemeinde Brome, fünf Gemeinden, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und die Anstalt Niedersächsische Landesforsten eingebunden waren.

Insgesamt werden bei der jetzigen Aktion 540 Hektar Fläche besprüht, vom Boden und aus der Luft, und mehr als 1.800 Einzelbäume behandelt. Die stehen dann in direkter Ortslage und werden abgesaugt. Die Kosten der Aktion wird zum Teil der Landkreis tragen, den Rest die Kommunen. Das Umweltministerium des Landes hatte eine finanzielle Beteiligung abgelehnt.

VON BURKHARD OHSE

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