Brand bei Gifhorner Diakonie aufgeklärt / Weiterer 17-Jähriger ebenfalls am Tatort dabei

Kästorfer Feuer: Jugendlicher gesteht Tat

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Am vergangenen Dienstag standen die Hallen der Diakonie Kästorf lichterloh in Flammen. Foto: Ohse

Gifhorn. Der Brand in den Werkstätten der Diakonie Kästorf am vergangenen Dienstag ist nach Angaben der Polizei aufgeklärt. Ein 17 Jahre alter Bewohner der Diakonischen Heime soll das Feuer gelegt haben.

In seiner Vernehmung durch die Polizei verstrickte sich der Jugendliche am vergangenen Freitag mehrfach in Widersprüche und legte am Ende ein umfassendes Geständnis ab. Zudem benannte er einen gleichaltrigen Beteiligten, der ebenfalls Bewohner der Diakonischen Heime ist. Dieser gestand seine Anwesenheit bei der Brandstiftung, heißt es in der Pressemitteilung der Gifhorner Polizei.

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Fünf Millionen Euro Schaden

Als Motiv der Tat gaben beide persönlichen Frust über ihre Lebenssituation an. Ob die Jugendlichen noch für weitere Brandstiftungen auf dem Gelände der Diakonie in Kästorf in Frage kommen, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen, teilten die Ordnungshüter mit. Weil bei beiden Jugendlichen kein Grund für eine Untersuchungshaft vorliegt, ließ die Gifhorner Polizei die mutmaßlichen Brandstifter nach ihren Vernehmungen zunächst wieder laufen.

Sie stehen vor einem Jugend-Strafverfahren. Voraussichtlich wegen so genannter einfacher Brandstiftung. Was die 17-Jährigen erwarte, sei schwierig zu beantworten, so Christina Pannek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim. Bei den mutmaßlichen Tätern komme das Jugendstrafrecht zur Anwendung. „Dabei steht der erzieherische Aspekt im Vordergrund.“ Das Gericht habe dabei einen sehr viel größeren Rahmen der Strafzumessung als beim Erwachsenenstrafrecht, erläutert die Juristin. Bei einem der Täter sei der Erziehungsbedarf höher als beim anderen.

Zu berücksichtigen sei zudem die Schwere der Schuld. „Der angerichtete Schaden ist in diesem Falle sehr hoch“, so Pannek. Den beziffert die Diakonie Kästorf auf fünf Millionen Euro.

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