Neudorf-Platendorf: Tier von innen mit Holzspieß durchbohrt

Jungstorch stirbt an Grillwurst

Dieser Jungstorch hat eine Grillwurst samt Holzspieß verschluckt und ist daran verstorben.
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Dieser Jungstorch hat eine Grillwurst samt Holzspieß verschluckt und ist daran verstorben.

Neudorf-Platendorf. Ein Jungstorch wurde Dienstagmorgen auf dem Rücken liegend tot in Neudorf-Platendorf auf der Wiese neben dem Nest aufgefunden. „Eine Todesursache war so erst mal nicht zu erkennen.

Bei einer genaueren Untersuchung im Nabu-Artenschutzzentrum Leiferde zeigte sich, dass eine kleine Spitze aus seinem Rücken hervorlugte“, berichtet Weißstorchbetreuer Hans-Jürgen Behrmann.

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Daran gezogen kam ein 12,5 Zentimeter langer und 3 Millimeter breiter abgebrochener Holzspieß zutage. Er führte, wie die weitere Obduktion dann zeigte, durch den Magen hindurch, erreichte aber nicht die Brust. Da die Spitze des Holzspießes außen war, konnte er nicht – mit was für einem Gerät auch immer – in den Rücken hineingeschossen worden sein oder sich von außen hineingebohrt haben. Behrmann: „Somit bleibt wohl nur dies als Erklärung: Der Storch muss mit einer beim Grillen irgendwo liegen gebliebenen Wurst gefüttert worden sein, die er mitsamt Spieß (Grillspuren sichtbar) gefressen hat.“

Vermutlich ist dieser Spieß dann allmählich durch den Magen hindurch nach außen gedrückt worden und behinderte den Storch. Schließlich ist der daran gestorben.

Zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren gibt es in diesem Jahr in Neudorf-Platendorf wieder eine erfolgreiche Storchenbrut. Zwei Junge wurden groß gezogen. Von ihnen wurde der eine Jungstorch erst zwei Wochen nach seinem Nestgeschwister flügge. Er flog danach aber nur wenig und hielt sich meist in Nestnähe auf.

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