Viele positive Ergebnisse

Jagdstrecken im Landkreis Gifhorn: Rekord bei Schwarzwild

Beim Schwarzwild wurden sowohl in Gifhorn, als auch in Niedersachsen Rekordwerte bei den Jagdstrecken erreicht.
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Beim Schwarzwild wurden sowohl in Gifhorn, als auch in Niedersachsen Rekordwerte bei den Jagdstrecken erreicht.

Landkreis Gifhorn – In Niedersachsen wurde die höchste Schwarzwildstrecke seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen festgestellt.

Auch im Kreis Gifhorn erreichten die Strecken Rekordwerte, wie Ernst-Dieter Meinecke, Vorsitzender der Jägerschaft Gifhorn auf IK-Anfrage bestätigt. 4200 Wildschweine wurden geschossen, eine Zunahme von knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei den Gründen für die hohen Zahlen sieht Meinecke mehrere Faktoren: „Zum einen gab es in den letzten Jahren milde Winter. Zusätzlich gab es eine starke Eichelmast, die sich jetzt bemerkbar macht.“

Rekordwerte auch bei Nutrias

Bei Neozonen wie dem Nutria setzt die Jägerschaft Gifhorn seit zwei Jahren auf ein Konzept, welches scheinbar gut greift.

Ebenfalls gab es Rekordwerte im Landkreis Gifhorn und in Niedersachsen bei den Nutrias, einer aus Südamerika stammenden Nagetierart. Hier zeigt die Einstellung dreier Berufsjäger als Multiplikatoren und Ansprechpartner für die Jägerschaft sowie die Beschaffung von 650 Nutriafallen, die mit elektronischen Fangmeldern ausgestattet sind, eine große positive Wirkung.

Insbesondere an Deichen richtet das bis zu zehn Kilogramm schwere, halb im Wasser lebende Tier durch die Wühltätigkeit große Schäden an. Bei hohen Tierbeständen leiden zudem die Schilfbereiche der Gewässer, von deren jungen Trieben sich die Tiere gerne ernähren, sodass der Lebensraum von anderen, auch streng geschützten Arten, leidet. Gemeinsam investieren Land und Jäger daher Zeit und Geld, um die Schäden durch die invasive Art einzudämmen.

Im Landkreis Gifhorn seien die Jagdstrecken neben Nutria auch bei Waschbär und Marderhund auf einem sehr guten Niveau. Dies liege auch daran, dass es seit zwei Jahren ein spezielles Konzept zur Bejagung von Neozonen gibt, wie Meinecke erklärt.

Weniger Rotwild, Muffelwild gegen null

Das Muffelwild spiele aufgrund des Wolfes im Landkreis Gifhorn kaum eine Rolle mehr, erklärt Meinecke. Hier gab es im Landkreis eine Strecke von 79 Tieren. Beim Rotwild ging die Jagdstrecke um 17 Prozent zurück.

Mehr Fasane, Rebhühner und Füchse

Erfreulich findet Meinecke zudem, dass die Zahlen bei den Fasanen leicht nach oben gehen. Diese zeige, dass sich die Population erhöht. Auch bei den Rebhühnern geht es nach den Beobachtungen der Jäger nach oben.erreicht.

Eine weiter Auffälligkeit sei die hohe Fuchspopulation, so Meinecke. Dies liege wiederum an der hohen Mäusepopulation. „Mit ein paar Jahren Verzögerung macht sich dass dann bemerkbar“, erklärt er.

An sich zeigte sich die Jägerschaft zufrieden mit dem abgelaufenen Jahr. VON MAX A. MORRISON

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