Friseure haben großen Andrang nach sechswöchiger Pause

Isenhagener Land: Es wird wieder geschnitten

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In den Hairpoint-Filialen Wittingen und Wesendorf sind Kunden und Mitarbeiter froh, dass es wieder losgeht.

Isenhagener Land – Auf diesen Moment haben viele Kunden sehnsüchtig gewartet: Mit Scheren, Rasierern und Farbe bringen die Friseure seit gestern die Haare wieder in Form. Sechs Wochen Zwangspause sind damit um – zur Freude aller Beteiligten.

Ganz normal ist der Friseurbesuch in Zeiten von Covid-19 jedoch nicht, wie mehrere Friseure auf IK-Anfrage bestätigen.

Der Andrang ist bei Friseurmeister Christian Dalibor aus Ohrdorf groß. Aber allzu viele Kunden dürfen nicht zur selben Zeit in den Laden, wie er erzählt: „Aufgrund der Bestimmungen geht das nicht. Die Kunden haben dafür aber großes Verständnis.“ Die Hygienebestimmungen bedeuten auch weitere Einschränkungen für den Friseurmeister. So kann man momentan keine Trockenhaarschnitte anbieten. Die Kunden und Mitarbeiter müssen selbstverständlich Masken tragen und den Mindestabstand einhalten. Daher entfällt die Bartpflege.

Die sechswöchige Zwangspause war „ein Schlag in die Magengrube“, wie Dalibor erklärt. Seine Mitarbeiter standen ihm in der ganzen Zeit loyal zur Seite, was ihn sehr stolz macht. Und ebenfalls, dass viele seiner Kunden auf die Wiedereröffnung gewartet haben: „Ich habe mir in den sechs Wochen ebenfalls nicht die Haare schneiden lassen. Deswegen sehe ich auch wie Micky Maus aus,“ scherzt Dalibor.

Ihn wundert es jedoch etwas, dass seine Frau die Fußpflege und Kosmetik bisher nicht wieder öffnen darf. „Gerade bei der Fußpflege ist das Ansteckungsrisiko doch geringer als beim Haare schneiden.“ Dadurch, dass weniger Kunden in den Laden kommen können, brechen ihm jedoch dennoch Umsätze weg, das sei klar. Vor allem sei man aber froh, dass es erst mal weitergeht.

Der erste Arbeitstag bei Styleboxx Klier war stressig, wie auf IK-Nachfrage mitgeteilt wird. Man müsse sich zunächst etwas einfuchsen, heißt es von dort. Tätigkeiten, die normalerweise zum Standard gehören, müssten nun entfallen. Beispielsweise das Augenbrauen-Rasieren. Alles, was im Gesicht anfalle, dürfe nicht gemacht werden. Momentan dürften drei Kunden zur selben Zeit den Salon betreten, die Anzahl richte sich nach den Quadratmetern. Die Kunden reagieren darauf jedoch mit Verständnis. Besonders das Vergeben und Koordinieren von Terminen sei komplizierter als vorher.

Auf die Wartezeit reagieren auch die Kunden bei Hairpoint in Wittingen und Wesendorf mit Verständnis, wie Friseurmeister Martin Bley berichtet. Jeder Mitarbeiter kann sich aufgrund der Hygienebestimmungen nur um einen Kunden zur selben Zeit kümmern. „Wenn etwas einwirken muss oder wir färben, ist das problematisch, normalerweise könnte man in dieser Zeit etwas anderes tun.“ Teilweise werden die Kunden gebeten, in dieser Zeit etwas anderes zu tun, damit ein weiterer Kunde in den Laden kann. Der Umsatz sei natürlich nicht so wie vorher. In Wittingen hatte man beispielsweise vor Kurzem erst neu renoviert. Aber auch hier überwiegt die Freude, dass es erst mal wieder losgehen kann. Die Situation sei halt so, wie sie ist. Aber die Kunden wüssten Bescheid. Bley sagt lachend: „Ich hoffe, dass die Kunden am Freitag immer noch so geduldig sind.“

VON MAX A. MORRISON

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