Vorbereitungszeit für Betreiber nur sehr knapp

Isenhagener Land: Gärtnerei- und Floristikfachgeschäfte dürfen wieder öffnen

Pünktlich zum Valentinstag durften Gärtnerei- und Floristikfachgeschäfte in Niedersachsen wieder die Türen öffnen.
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Pünktlich zum Valentinstag durften Gärtnerei- und Floristikfachgeschäfte in Niedersachsen wieder die Türen öffnen.
  • Florian Schulz
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Pünktlich zum Valentinstag durften Gärtnerei- und Floristikfachgeschäfte in Niedersachsen wieder die Türen öffnen und sich direkt wieder über Kundschaft freuen.

Isenhagener Land – Das passte wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge: Ausgerechnet am vergangenen Sonnabend, also unmittelbar vor dem Valentinstag, durften Gärtnerei- und Floristikfachgeschäfte in Niedersachsen trotz des weiterhin geltenden Corona-Lockdowns wieder öffnen. Klar, dass es auf Anhieb wieder reichlich Kundschaft – auch in den Geschäften im Isenhagener Land – gab.

„Bei uns gab es sogar Kunden, die plötzlich vor unserer Tür standen und gar nicht wussten, dass wir zuvor überhaupt geschlossen hatten“, staunte Fabian Schmidt, Inhaber der Gärtnerei Unruh in Hankensbüttel, am Wieder-Eröffnungstag nicht schlecht. Dass dieser ausgerechnet unmittelbar vor den Valentinstag fiel, kam natürlich auch Schmidt und seinen Kollegen entgegen.

Kundschaft gibt es zwar mittlerweile wieder, aber sicherlich noch nicht in dem Rahmen, den wir uns erhoffen.

Fabian Schmidt, Inhaber der Gärtnerei Unruh in Hankensbüttel

Doch gänzlich Normalität ist noch nicht eingekehrt: „Kundschaft gibt es zwar mittlerweile wieder, aber sicherlich noch nicht in dem Rahmen, den wir uns erhoffen.“ Schmidt weiß um die schwierige Lage der Floristen in Zeiten des Lockdowns. „Wir waren genauso stark betroffen wie beispielsweise Gastronomen auch. Man darf ja nicht vergessen, dass beispielsweise viele Sträuße bei Feiern oder Festen verschenkt werden“, so der Gärtnerei-Inhaber. Diese sind bekanntlich schon seit Monaten nicht gestattet.

Allerdings gilt es erst einmal, entsprechenden Nachschub an Blumen und Pflanzen zu beschaffen. „Teilweise sind die Großhändler noch nicht in der Lage, etwas zu liefern, da beispielsweise viele Schnittblumen aus dem Ausland gar mit dem Flugzeug transportiert werden“, erklärt Schmidt. Dazu müssen Blumen und Pflanzen täglich gegossen werden. „Es braucht alles noch Zeit, bis hier wieder wirklich Normalität einkehrt“, weiß er um die fehlende Vorbereitungszeit. Er kritisiert, dass bundesweit aktuell „keine Branchengleichheit hergestellt ist“, da entsprechende Geschäfte in vielen anderen Bundesländern noch nicht öffnen dürfen.

Gezielt vorbereitet für den „Re-Start“ war Christian Winkelmann vom Floristenfachgeschäft Winkelmann in Wittingen. „Als es sich angedeutet hatte, dass wir wieder öffnen dürfen, bin ich rechtzeitig zum Großmarkt gefahren und habe mich entsprechend eingedeckt“, verrät Winkelmann. Dennoch: Die Zeit zur Vorbereitung wurde auch bei ihm knapp. „Wir waren froh, dass wir noch viel gelagert hatten. Dennoch waren teilweise längere Wartezeiten für die Kunden nicht zu verhindern“, erklärt Winkelmann. Zuvor hatte sich übrigens das Fleurop-Konzept, in dessen Rahmen Blumen aus der Ferne verschickt werden, bezahlt gemacht.

Mit einem sichtlich erleichterten „Gott sei Dank“ bewertet Karl-Heinz Glaubitz, Geschäftsführer des Wittinger Familienunternehmens, die Wieder-Eröffnung des Gartencenters an der Lessingstraße. „Das wurde von unseren Kunden auf Anhieb gut angenommen. Die Leute waren lange Zeit zu Hause eingekerkert und nun natürlich froh, ihren Liebsten zum Valentinstag zumindest einen Strauß kaufen zu dürfen“, erklärt Glaubitz.

Entsprechende Vorräte werden durch die Großhändler täglich über Nacht geliefert, so dass Engpässe ausgeschlossen sein dürften. „Wir bekommen aktuell glücklicherweise alles, was wir wollen“, freut sich der Geschäftsführer. Nun hofft er darauf, dass auch der firmeneigene Baumarkt möglichst bald wieder öffnen darf.

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