Ehra-Lessien: Nach Schließung des Übungsplatzes müssen Kameraden fit gemacht werden

Infoabende für Freiwillige Wehren

Munition soll nicht Schuld am Ausbruch des Feuers gewesen sein.
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Munition soll nicht Schuld am Ausbruch des Feuers gewesen sein.

Ehra-Lessien. Weder militärische Munition noch eine Selbstentzündung zieht Hauptmann Stefan Büggener als Ursache für den Brand auf dem Truppenübungsplatz in Ehra-Lessien in Betracht.

Bei dem Feuer am Dienstagabend handelt es sich um das erste nach der Verabschiedungsfeier im Juni. Für Diskussionen sorgt nach wie vor die Zuständigkeit für den Brandschutz, wenn der Standort Ende des Jahres schließt.

Die Freiwilligen Feuerwehren sollen gut auf ihre Einsätze vorbereitet werden.

„Gemeinsam mit dem Bundesförster haben wir Ideen entwickelt. Wir haben den Freiwilligen Feuerwehren angeboten, Informationsabende zu veranstalten. Ehrlich gesagt warte ich darauf, dass sich jemand bei uns meldet und mitteilt, wer wann Zeit hat“, erläuterte Büggener gestern gegenüber dem IK. Bis Ende des Jahres wird die Truppenübungsplatz-Feuerwehr gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Übungen fahren (das IK berichtete). Das soll laut Büggener auch noch intensiviert werden, allerdings gibt es da ein personelles Problem: Auf dem Übungsplatz sind nur drei bis vier Feuerwehrleute und ein Munitionsfachmann im Dienst.

Dass an Lösungsmöglichkeiten gearbeitet wird, bestätigt Ehra-Lessiens Bürgermeisterin Jenny Reissig: „Es gibt auf Kreisebene einen Arbeitskreis und eine Lenkungsgruppe, die an Lösungen arbeitet.“ Ferner betont sie, dass alle Kommunen rund um den Übungsplatz einen Antrag gestellt haben, dass nach der Schließung des Truppenübungsplatzes ein ausgebildeter Munitionsfachkundiger vor Ort bleiben soll. Nach der Schließung sieht Reissig die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in der Zuständigkeit. Ferner sei bereits einiges in die Wege geleitet worden. So soll es für die Freiwilligen Feuerwehrkameraden auch Schulungen geben. Außerdem soll es eine neue Ausschilderung auf dem Übungsplatz geben und auch die Waldbrandkarten sollen aktualisiert werden. „Ich denke es wäre auch sinnvoll, mit den Freiwilligen Feuerwehren über den Platz zu gehen, einfach um das Areal kennenzulernen“, ist Büggener überzeugt.

Von Carola Hussak

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