Planungsgruppe für neue Schule in Gifhorn tagt demnächst zum ersten Mal

Ideen für das IGS-Konzept

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Die neue Integrierte Gesamtschule am Lehmweg in Gifhorn soll im August starten. Die Planungsgruppe, die dazu das pädagogische Konzept entwickelt, steht kurz vor ihrer Gründung.

Landkreis Gifhorn. Die Vorbereitungen auf die neue Integrierte Gesamtschule (IGS) in Gifhorn treten in die heiße Phase.

„Wir hoffen, dass sich die IGS-Planungsgruppe schon Ende Januar oder Anfang Februar zu ihrer konstituierenden Sitzung trifft“, sagt Susanne Strätz, Sprecherin der Landesschulbehörde in Lüneburg, auf Anfrage des IK. Dem Gremium werden „unter zehn Personen“ angehören, darunter künftige Lehrkräfte der IGS, Vertreter des Landkreises und der Landesschulbehörde. Die Hauptaufgabe der Gruppe sei, das pädagogische Konzept der IGS zu erarbeiten, die im August starten soll.

In den vergangenen Wochen hatte die Landesschulbehörde alle allgemeinbildenden Schulen im Kreis Gifhorn angeschrieben und zu Bewerbungen für die Planungsgruppe aufgerufen. Diese seien inzwischen eingegangen und würden zurzeit ausgewertet, erklärte Strätz. Ein wichtiges Auswahlkriterium sei, dass sowohl Lehrkräfte für Gymnasien als auch für Haupt- und Realschulen in dem Gremium vertreten seien, ebenso wichtige Fächer wie Deutsch, Englisch und Mathematik.

Wie berichtet, soll die IGS am Lehmweg – in der Außenstelle des Otto-Hahn-Gymnasiums und in der Pestalozzischule – eingerichtet werden. Trotz der knappen Zeit bis zum August werde die neue Schule rechtzeitig starten, betont Strätz. „Der Zeitplan ist absolut im Rahmen des Normalen und Möglichen.“

Doch es gibt noch eine Unwägbarkeit: Die neue rot-grüne Landesregierung hat angekündigt, die Fünfzügigkeit als IGS-Mindestgröße abzuschaffen, Das werde aber keine Auswirkungen auf die Planungen der Landesschulbehörde haben, sagt Strätz. „Die Gifhorner IGS ist ja unter der alten Landesregierung und den alten Bedingungen genehmigt worden.“ Auch müsse man angesichts der Zahl der Elternwünsche keine Sorgen haben, dass die Fünfzügigkeit nicht erreicht würde.

Unterdessen wartet der Landkreis Gifhorn ab, ob es einen gesetzlichen Beschluss der neuen Landesregierung zur Verringerung der IGS-Mindestzügigkeit gibt. „Wenn das Landesrecht es ermöglicht, vierzügig zu bauen, stellt sich für uns die Frage, ob das noch in den Planungsprozess für die IGS am Lehmweg einfließen kann“, sagt Karsten Kreutzberg, Leiter des Fachbereichs Schulen. Auf dieses Szenario werde der Landkreis jedoch vorbereitet sein.

„Eine Vierzügigkeit wäre natürlich kostengünstiger, weil man weniger Räume und Aufenthaltsfläche für die Schüler benötigen würde“, erklärt Kreutzberg. Der Landkreis bereite die Planungen derzeit flexibel für beide Optionen – Fünfzügigkeit oder weniger – vor.

Die Planungsgruppe für die Schulentwicklungsplanung im Landkreis Gifhorn, die am 6. Februar erstmals tagt, werde sich mit diesem Thema beschäftigen, kündigt Kreutzberg an. Dem Gremium, das unabhängig von der IGS-Gruppe arbeitet, gehören Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Eltern an.

Von Bernd Schossadowski

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