Protest mit 2.000 Treckern

Hunderte Landwirte aus dem Kreis Gifhorn demonstrieren in Hannover

Rad an Rad: 467 Schlepper fanden sich in Heeßel bei Burgdorf an einem von sieben Treffpunkten ein.
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Rad an Rad: 467 Schlepper fanden sich in Heeßel bei Burgdorf an einem von sieben Treffpunkten ein. 

Isenhagener Land / Hannover – Mit kräftiger Unterstützung aus dem Kreis Gifhorn zog gestern ein Treck von mehr als 2.000 Traktoren nach Hannover: Mehr Landwirte als zunächst erwartet machten sich auf den Weg, um gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung zu protestieren.

Aus Hankensbüttel starteten um 5.30 Uhr mehr als 60 Traktoren über die B 244/B 3 in die Landeshauptstadt, aus Gifhorn kamen über die B 188 um 7 Uhr rund 150 hinzu. Die beiden Konvois mit Polizeigeleit fanden sich in Heeßel bei Burgdorf ein und fuhren dann mit weiteren in Richtung Maschsee.

Der Wentorfer Florian Dralle, der die bundesweite Aktion auf Landesebene mit vorbereitet hatte, sagte gestern dem IK: „Alles ist geordnet und friedlich gelaufen.“ Die Landwirte hofften nun auf einen ergebnisoffenen Dialog.

Die Niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) betonte bei der Kundgebung in Hannover, dass für sie die Demo ein Weckruf in Richtung Gesellschaft und Politik sei: „Diese Landesregierung steht an der Seite der Landwirte.“ Ohne Bauern sterbe das Dorf. Sie wünsche sich, dass durch die Aktion ein neues Wir-Gefühl entstehe. Umweltminister Olaf Lies (SPD) sagte zu den Demonstranten: „Wir werden nicht ohne Veränderungen auskommen.“ Er betonte aber auch: „Wir wollen Sie nicht alleine verantwortlich machen.“ Die CDU-Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann aus Wilsche hielt fest: „Ich finde es richtig, dass Landwirtinnen und Landwirte heute in vielen Städten auf die Straße gehen und mehr Wertschätzung für ihre essenzielle Arbeit fordern.“ Sie unterstütze den Protest ausdrücklich.

VON PAUL GERLACH

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