Kreis darf dem Land zwei Vorschläge melden / Kommt Isenhagener Land zum Zug?

Hoffen auf neue Radwege

Nur zwischen Steinhorst und der Siedlung im Reinhorn gibt es auf der Landesstraße 282 bereits einen Radweg. Doch weiter westlich in Richtung Großer Kain leben Radler auf der viel befahrenen Strecke gefährlich. Foto: Frankewitsch

Landkreis Gifhorn. Sie ist viel befahren und für Radfahrer daher sehr gefährlich. Doch auf der Landesstraße 282 zwischen dem Großen Kain und der Siedlung im Reinhorn bei Steinhorst gibt es keinen Radweg.

Nun will das niedersächsische Wirtschaftsministerium sein Radwegeprogramm für Landesstraßen fortschreiben – und dabei könnte die L 282 zum Zug kommen.

Fünf Verbindungen im Zuständigkeitsbereich der Wolfenbütteler Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr können in das Landesprogramm aufgenommen und mit Zuschüssen bedacht werden. „Der Kreis Gifhorn darf zwei Maßnahmen nennen“, sagte jetzt Alexander Wollny, Leiter des Fachbereichs Bauwesen in der Kreisverwaltung, auf der Sitzung des Verkehrsausschusses.

Doch die Sache hat einen Haken: „Die Gemeinden müssen die Investitionskosten zu mindesten 50 Prozent selbst übernehmen und zudem die Planungskosten vollständig tragen“, erklärte Wollny. Bis zum 27. April, so die Vorgabe des Landes, soll der Kreis die beiden in Frage kommenden Radwege vorschlagen. Bei einer für den 25. und 26. April geplanten Bereisung durch den Landkreis Gifhorn will sich der Verkehrsausschuss ein Bild vom Zustand der Kreisstraßen machen und dabei auch mögliche Radwege-Wünsche an Landesstraßen erörtern.

Auch der Bau von Radwegeverbindungen an Kreisstraßen ist ein Dauerbrenner in den Beratungen der politischen Gremien. Dabei machen sich mehrere Kreistagsabgeordnete aus dem Nordkreis parteiübergreifend für die Schaffung eines Radweges zwischen Emmen und Knesebeck entlang der Kreisstraße 123 stark. Diese Strecke berge großes Gefahrenpotenzial, die Benutzung für Radfahrer sei „unverantwortlich“. Deshalb müsse der Radweg „umgehend“ gebaut werden, heißt es in einem Brief, den die Nordkreis-Politiker bereits 2009 an die Kreisverwaltung geschickt haben.

Auf der K 123 gebe es ein hohes Gefährdungspotenzial durch zahlreiche Lastwagen, die Holz geladen haben, durch den Busverkehr im Rahmen der Schülerbeförderung und durch Arbeitnehmer, die von und zu den Firmen Butting in Knesebeck und Lorenz Bahlsen in Hankensbüttel pendeln.

Doch auch dieser Radweg lässt weiter auf sich warten, obwohl er im Ausbauprogramm des Landkreises derzeit an fünfter Stelle und damit im vordringlichen Bedarf steht (siehe Infokasten). Die Verbindung kann nach Angaben der Kreisverwaltung unter Umständen in zwei Abschnitten realisiert werden. Vorrang habe das 2,8 Kilometer lange Teilstück zwischen Emmen und Wunderbüttel.

Von Bernd Schossadowski

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