Feuerwehren haben jede Menge zu tun / Es bleibt aber bei Sachschäden

Hitze: Überall Brände im Kreis Gifhorn

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6000 Quadratmeter Stoppelfeld brannten am Samstagmittag bei Wahrenholz an der K 103.

Isenhagener Land / Landkreis Gifhorn. Was für ein Wochenende für die Einsatzkräfte: Die anhaltende Hitze führte im Landkreis gleich zu mehreren Wald-, Moor- und Stoppelfeldbränden. Glücklicherweise wurde niemand dabei verletzt.

Das war ein Schreck für die Oerreler Feuerwehrkameraden: Gerade hatten sie am Samstagvormittag bei der Nachkontrolle der Brandfläche vom Freitag an der K 7 (das IK berichtete) letzte einzelne Brandnester abgelöscht. Da stand die komplette Fläche von rund 10.000 Quadratmetern schon wieder in Flammen.

Grund war, so Einsatzleiter Frank Imort, Hankensbütteler Gemeindebrandmeister, der moorige Untergrund des Külsenmoores. Sehr schnell mussten massive Löschkräfte vor Ort sein. Denn bei der momentanen Trockenheit bestand eine große Gefahr für den Waldbestand entlang der K 7. Es galt die höchste Waldbrandwarnstufe 5.

Aufrund der Entfernung von der Straße zum Brandort mussten etwa 2000 Meter Schlauchleitung verlegt werden. Wegen Brandnestern in den tiefer liegenden Torfschichten wurde die gesamte Fläche nach dem Löschen mehrere Stunden intensiv bewässert. Laut Imort wurde die Fläche in der Nacht und am Sonntag weiter kontrolliert.

Gleich dreimal mussten die Feuerwehrkräfte zu einem Wald- und Moorbrand bei Oerrel ausrücken – am Freitag, Samstag und Sonntag. Die Fläche von etwa 10 000 Quadratmetern stand immer wieder in Flammen.

Neben allen Wehren der Samtgemeinde Hankensbüttel waren auch Teile der Wehren der Samtgemeinde Wesendorf sowie Tankfahrzeuge aus Ummern und Steinhorst im Einsatz – insgesamt etwa 130 Kräfte. Unterstützt wurden diese Verbände vom Wasserförderzug der Kreisbereitschaft Süd aus dem Papenteich. Landwirte transportierten mit Tankfahrzeugen und Güllefässern Löschwasser. Die schnelle Einsatzgruppe des DRK sorgte für die Versorgung der Feuerwehrverbände. „Vielen Dank an alle, die trotz großer Hitze, Urlaubszeit und Ernteeinsatz verhindert haben, dass sich die Flammen weiter ausbreiten konnten. Ein größerer Schaden wurde so verhindert“, sagte Imort. Die Kräfte waren am Samstag gute siebeneinhalb Stunden im Einsatz. Gestern Morgen waren dann dort erneut Nachlöscharbeiten notwendig.

Beim Strohpressen kam es dann am Samstagmittag zu einem weiteren Stoppelfeldbrand an der K 103 bei Wahrenholz. Eine abgeerntete Fläche von 6000 Quadratmetern, auf der nur noch einige Rundballen lagen, war betroffen. Im Einsatz waren die Löscheinheit Ost der Wesendorfer Gemeindewehr sowie die Sassenburger Tanklöschfahrzeuge (bis auf Stüde). 70 Feuerwehrleute löschten das Feuer.

Die Feuerwehr Parsau / Ahnebeck musste am Freitag nach Bergfeld zu einem Brand einer Strohpresse und einem Flächenbrand ausrücken – und später erneut dorthin zu Nachlöscharbeiten.

Auch im Südkreis kam es am Wochenende zu Gebäude- und Strohballenbränden.

Von Manfred Gades und Paul Gerlach

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